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Immanuel Kant's physische Geographie / Immanuel Kant ; auf Verlangen des Verfassers, aus seiner Handschrift herausgegeben und zum Theil bearbeitet von Friedrich Theodor Rink
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164
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164 Physische Erdbeschreibung.

Es giebt verschiedene Gattungen von Zimmetbäumen.Ein jeder Baum geht aus, sobald er abgeschälet wor-den, und er muß an sechs Jahre alt seyn, um dazugebraucht zu werden. Der ganze vortreffliche Ge-schmack sitzt in dem zarten Häutchen, welches die Rin-de inwendig bekleidet, dessen Oel beym Trocknen indie Rinde dringt. Das Holz, die Blätter, dirFrucht, haben zwar etwas von dem Gerüche in sich,aber wenig. Eine Art Dögel, Zimmetfresser ge-nannt, pflanzen diesen Baum durch die von ihnenunverdauten Fruchtkörner fort, wie dann auch nachabgehauenen Bäumen neue Sprößlinge aufschießen.Der Geruch dieser Bäume ist weit in die See zu mer-ken. Aus den Wurzeln macht man Kampfer.

Diese Insel hat eine große Menge Elephanten,welche die Einwohner geschickt zu fangen und zu zäh-men wissen. Die Blutigel sind hier auf Reisen eineerstaunliche Plage. Das hiesige inländische Papierbesteht aus Striemen, die aus den Blättern deSTallipot geschnitten werden, und in die man miteinem Griffel die Buchstaben ritzet. Sie verehreneinen obersten Gott, beten aber doch auch die Bild-nisse der Heiligen und Helden an. Auf der Spitze desPic d' Adam ist ihrem Vorgeben nach ein Fußstapfeihres Gottes Budda anzutreffen. Diesen Fußftapfen