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Immanuel Kant's physische Geographie / Immanuel Kant ; auf Verlangen des Verfassers, aus seiner Handschrift herausgegeben und zum Theil bearbeitet von Friedrich Theodor Rink
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166
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166 Physische Erdbeschreibung.

kitten König von zwölf tausend Inseln nennt, so istdirs eine asiatische Vergrößerung. Die meisten In-seln sind unbewohnt, und tragen nichts als Baume.Andere sind blcße Sandhaufen, die bey einer starkenFluth unter Wasser gesetzt werden. Es giebt hierkeine Flüsse, sondern bloßes Brunnenwasser. Nurvier bis fünf Canäle, von denen die, welche zwi-schen den Attolons fortgehen, können befahren wer-den, und dieses, wegen der reißenden Ströme undder vielen Klippen, auch nur mit großer Gefahr.Die Hitze ist hier sehr mäßig. Die Regenmonatedauern von dem April bis in den September, dadann Westwinde wehen. Die übrigen Monate habenbey Ostwlndcn immer sehr schönes Wetter. DieMaldivcc sind schön, obschon olivcnfarbig; sie schei-nen von. den Malabaren abzustammen. Man be-grabt hier sorgfältig die abgeschnittenen Haare undNagel, als Theile, die eben so wohl zum Menschengehören, als die übrigen. Die Hauptinsel Maleliegt in der Mitte aller Inseln. Es ist eine Art vonBäumen hier, deren Hol; ungcmcin leicht ist, undanit deren Brettern, die die Taucher in der See anversunkene Sachen anknüpfen, sie weiße glatte Stei-ne herausbringen, die mit der Zeit schwarz werden,und dann zum Bauen, auch wohl zu andern Endzwe-cken dienen.