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Immanuel Kant's physische Geographie / Immanuel Kant ; auf Verlangen des Verfassers, aus seiner Handschrift herausgegeben und zum Theil bearbeitet von Friedrich Theodor Rink
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167
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Zweyter Theil. Dritter Abschnitt. Asten. 167

Die Religion ist mahomcdanisch. Die Maldi-vcr essen mit Niemanden, als mit einem, der ihnenan Ehrcnstellen, Geburt und Reichthum völlig gleichist. Weil dieses nun schwer auszumittcln ist, soschickt derjenige, der Fremde bewirthen will, ihnengemeiniglich einen Lisch mit Essen ins Haus.

Die Betelblätter mit der Araknuß werden hierauch unmäßig gebraucht. Gegen Augenschmerzen,wenn sie lange in der Sonne bleiben, essen sie einegekochte Hahnenlebcr, und das hilft, wie einige ansich selbst wollen erfahren haben. Die Nation ist sehrgeil. Der Hofstaat des Königes sieht ziemlich präch-tig aus. Maldivische Cocosnüsse werden aus derSee ausgeworfen, ohne daß man weiß wo sie Hera kommen, und sind sehr rar. Sie sollen ein Arzeney-mittel seyn. Hier findet man die kleine MuschelBolis, die in Fndien Koris genannt wird, und diedreyßig bis sechzig Schiffsladungen voll, vornehm-lich nach Bcngala verschifft werden und dort für Haa-res Geld gehen. Sie gelten auch in Afrika . DieEinwohner sind künstlich im Arbeiten.