Band 
Erster Band.
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rechten Mauern, die vorzüglich den Hallftädter Seeeinfchliefsen, widerlegen jede Meinung, die feineEntflehung einer Auswafchung zufchreiben könnte;dann hätten iich die Abhänge fanft in die Höhegehoben, und muldenförmig hätte fich die Vertiefungim Boden gefchloffen. Die Tiefe des Sees nimmtnicht allmähiig zu, wie es hiernach wohl feyn müfste,fondern plötzlich, ohne Uebergang. Wahricheinliclierwird es daher, dafs nach der Formation diefer, hierungeheuer aufgethürinten Gebirgsart, eine grosse zuwenig unterftützte Malle einiiürzte, und fo demWaffer Gelegenheit gab, fich irn tiefen Kefiel zufaimneln. Warum kommen faft alle Gebirgsfeen indiefem hohen Kalkgebirge vor? und mit dieferTiefe ? mit diefen hohen, fenkrechten, fchroffen undnackten Wänden umgeben? diefe Urfache erklärt es.M an mufs fich nicht wundem, aus mehreren'derhiefigen Seen denfelben Hauptflufs hineinfallen, undwieder herauskommen zu fehen, wie z. B. denTraun ; eine Erfcheinung, die eine Kegelmäfsigkeitanzuzeigen, fcheint, die lieh nicht wohl bey unregel-mäfsigen Einfenkungen denken läfst. Aber alles Ge-wäffer in der Nähe eines Sees hat fich in ihm zuvereinigen gefucht; mehrere Bäche, die fich fchonvorher verbanden, bildeten ein Hauptthal, das, fobaldes nur einmal fich vor anderen auszeichnete, fogleichauch der Vereinigungsort für andere Gewäffer werdenmufste j daher auch für den Abflufs höherer Seen.Ehe der Strom fich das Thal fo tief, als es jetzt ift,gebildet habe, haben die Seen Tiefen gehabt, welchedie jetzigen bey weitem noch überfteigen; denn vor