Die Felfen von Tivoli fcheinen von unten hinaufeine Sammlung von einer Menge ohne Ordnung über-einander gehäufter Cylinder, von fehr beträchtlichemDurchmeiTer. Es find concentrifche Kreife, welcheiin Mittelpunkt immer eine vegetabilifche Materie ent-halten, (gewöhnlich ein Rohr oder Schilffiiel, oderden Ast eines Baumes u. d. gl.)- Der Kalkfinter um*giebt fie in Schalen, die gewöhnlich fafrig im Brucheund einige Linien ftark find. Auf fie folgt oft eineifabellgelbe, zerreibliche Kalkerde, dann wieder derfeftere Sinter, und fo in Abwechfelung fort,'bis ficlimehrere diefer Anfetzungen begegnen, und ihrem fer-neren Anwachfen gegenfeitig Gränzen fetzen. Häufigfieht man ftatt der Materie, die den Anletzungen zumMittelpunkt diente, nur noch den leeren Raum, denfie ehemals einnahm. Hier zweifelt, niemand an derfehr neuen Entftehung des Gefteins; ja, man Ift ge-neigt, die Formation für noch neuer zu halten, alsfie wirklich zu feyn fcheint. Man zeigt unweit derNeptunsgrotte den Abdruck eines Wagenrades, anwelchem Axe, Speichen und Felgen deutlich zu erken-nen find. In der That verdient diefes Vorgeben nochnähere Prüfung, um fo mehr, da andere Verlniltnilfedes Travertino uns vermuthen lallen, dafs feine Bil-dung über die Zeit der Bewohnung der liiefigen Ge-gend liinauffteige. Es ift nicht fchwer einzufehen, wieviel der Anieno, der Hauptflufs der Gegend, (denmanTeverone in-der Ebene nennt,) an der Bildungdes Gebeins Antheil hat. Die Gebirgsart zeigt es felbft,wie fie nach und nach durch Anfetzuug kalkartiger
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