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Das Volk in Innerooden hat ein einziges Amt zuvergeben welches mit ſehr anſehnlichen Einkünften verbundeniſt; dies iſt die Besetzung der Vogtei Rheinthal! DerKanton Appenzell regiert dieſes Laͤndchen gemeinſchaftlichmit den ſogenannten VII Alten Orten,) von denenein jedes der Reihe nach einen Landvogt auf zwei Jahr da-zu ernennet. Da die beiden Republiken, welche den Kanton Appenzell bilden, nur fuͤr Einen Ort gelten, undalſo Außer und Innerosden in die Wahl einesLandvogts fur das Rheinthal wechſeln müſſen, ſo ge-ſchieht es nur alle 30 Jahre,, daß ein katholiſcher oder einreformierter Appenzeller dieſes einträgliche Amt auf zweiJahre bekleiden kann. Derjenige, welcher vom Volke In-neroodens zum Landvogt im Rheinthal erwähltwird, muß für das Gemeinbeſte des Landes 48 Karolin Salzgeld, wie man es hier nennt/ bezahlen. Auch iſt es Sitte daßder erwaͤhlte Landvogt von den erſten Beamten bis nachRheinegg zu Pferde begleitet wird; fuͤr dieſe erzeigteEhre bewirthet er ſie, und ſchenkt einem jeden 5 Gulden.Dieſem Aufwande wich der in dieſen Jahren ernannte Land-vogt Biſchofberger von Appenzell aus, indemer heimlich uͤber S t. Gallen nach Rheinegg reißte;er weigerte ſich ſogar, das genannte Salzgeld dem Landezu entrichten; dieſe Undankbarkeit ſowohl, als auch ſeineUnchaͤtigkeit in Verbeſſerung der Straſſen, welche aus demRheinthale nach Innerdoden, und nach Ga ißin Außerooden fuhren, wozu er die Rheinthaleranzuhalten von dem Rathe ausdruͤckuch aufgefordert war,hat allgemeinen Unwillen gegen ihn im Lande erregt. Ue-ber
Die Kantone Uri, Schwytz Unterwalden/ ZͤrichZus und Glaric.