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1 (1798) Schilderung des Gebirgsvolkes vom Kanton Appenzell / von Joh. Gottfried Ebel
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der Sklaverei frei machen konnte. Erbt jemand, der auſſer;halb Innerododen wohnt, Guͤter im Lande, ſo habenzuerſt die andern Erben, dann die nachſten Verwandten,ein ganzes Jahr das Zugrecht(1771;) nach dieſem hates der Beſitzer des Guts, auf welchen die Pfandbriefeſtehen, ein halbes Jahr, und endlich jeder Landmann,

der Luſt hat. Von beweglichem, und unbeweglichem Gut,welches durch Erbſchaft auſſer Landes faͤllt, wird hundertGulden Kapital fuͤr 75 Gulden geſchaͤtzt, und bezahlt.

Niemand darf mehr als 10 Gulden, weder bei leb-zeiten noch durch ein Teſtament, ohne Einwilligung derErben verſchenken und vermachen(1688.) Wenn Schen-kungen und Vermaͤchtniſſe an fromme Stiftungen in Ge-genwart des Pfarrers und zweier Rathsherrn gemacht wer-den, ſo ſollen die Erben ſie gutheißen, ausgenommen,

wenn ſie ſich uͤber Schaden zu beklagen haͤtten, der ihnen

daraus erwuͤchſe; in dieſem Fall wenden ſie ſich an dieObrigkeit, welche nach Billigkeit und Recht entſcheidet.

Hypothekenbriefe(Zedel und Zinsbriefe, wieman ſie in Innerooden nennt) kann jeder errichten,

der uͤber ſeine unbeweglichen Guͤter die freie Verwoltunghat; ſie müſſen vom Landſchreiber geſchrieben, und geſie-

gelt werden(1685). Der, welcher ſie errichtet, ſoll in dem

neuen Pfandbriefe bemerken, wie viel Kapital er ſchon auf

ſein Gut aufgenommen hat; thut er dies nicht, ſo wirder beſtraft, als wenn er einen falſchen Zedel gemacht haͤtte.Ein Hypothekenbrief von zweifachem Pfand(ein Haupt

mannszedel) wird nach den Geſetzen mit 80 Gulden

errichtet/ und erkauft, ſoll aber als hundert Sulden mit

fuͤnf Gulden verzinſet, und mit hundert Gulden abgeldſetö wers