Band 
Erster Theil.
Seite
XII
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Beobachtungen stützte, beibehielt, so ist dies auch der Fallmit den von mir dazu gelieferten Platten. Da, wo dieZeichnungen gut, der Stich sauber und die Zusammenstel-lung der Figuren auf einzelnen Platten nicht gegen die imvorliegenden Werke zu befolgende systematische Ordnungwar, behielt ich die Octav - Platten der ersten Ausgabebei. Bei genauerer Vergleichung beider Ausgaben wirdman aber finden, daß nur wenige derselben unverändert ge-blieben sind, indem die meisten Zusätze oder Verbesserun-gen erhalten haben; andere ganz umgearbeitet, und einegroße Anzahl ganz neuer, welche in der frühern Ausgabefehlten, hinzugekommen sind. Alle Zeichnungen sind derNatur möglichst treu nachgebildet, und so wie der Stichder Platten meiner Hände Werk. Um jedoch die Zahlder Platten nicht ohne Noth zu vermehren, und dadurchden Ankauf des Werks zu erschweren , habe ich mit demRaume auf den Platten zuweilen etwas haushälterisch um-gehen müssen; da dies jedoch immer der Deutlichkeit unbe-schadet geschehen ist, so wird man hoffentlich mit dieserSparsamkeit nicht unzufrieden seyn.

Man wird es mir ohne Betheurung glauben, daß esbei allem Fleiße eine völlige Unmöglichkeit sey, nebenhäuslichen Sorgen und Brodgeschäften, und an ein kleinesFleckchen Erde gefesselt, den ganzen Umfang einer Wissen-schaft, wie die deutsche Ornithologie ist, zu umfassen; daßdies nicht das Werk eines einzelnen Menschen sey, vielweniger in einem Zeitraume von ein paar Decennien er-langt werden könne. Zwar habe ich für meine Personkeine Mühseligkeiten gescheuet; ich trat mit meinen beidenBrudern in die Fußtapfen meines Vaters, eines bei Jagdund Fang der Vögel grau gewordenen Waidmanns, undgemeinschaftlich versäumten wir bis jetzt noch nie eine, sichin unserer Nähe darbietende Gelegenheit zur Jagd diesesoder jenen Vogels; so, daß sich wol nur eine geringe