Band 
Fünfter Theil.
Seite
338
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ZZ8 V. Ordn. XXX. Gatt. 170. Klein-Specht.

grauschwarz, mit weißen Binden, die untern Flügeldeckfedern sei«denweiß, mit einzeln ovalen schwarzgrauen Fleckchen und einemtiefschwarzen Fleck unter der Fingerspitze.

Die jüngern Männchen haben stärkere Flecke an den Un-terschwanzdeckfedern, der ganze Unterkörper und die Stirn sind miteinem schmutzigern Braun überlaufen, und durch das herrlicheRoth der Kopfplatte schimmert das Weiß der Federwurzeln, oftfleckenartig, hervor. Sind sie noch im ersten Jahre ihres Le-bens, so erscheint das Schwarz der Flügel gewöhnlich nur rauch-schwarz und die Schwanzfedern am Ende sehr abgeschliffen. Ge-wöhnlich ist auch der mit dem dreieckigen schwarzen Fleck an denHalsseiten zusammenhängende Bartstreif sehr undeutlich, nurschwarzgrau geschuppt.

Die Weibchen unterscheiden sich hauptsächlich durch eineandere Kopfzeichnung und durch den Mangel alles Rothem, sonstsind die Farben und ihre Bertheilung beinahe dieselben. Von derlichtbraunen Stirn erhebt sich nämlich ein großer ovaler, bis fastüber die Mitte des Scheitels hinaufreichender Fleck, welcher weißist und nur gegen die Schnabelwurzel allmählich in Lichtbraunübergeht; Genick und Hintertheil des Scheitels sind tief schwarz,nach vorn in einer Spitze, jederseits, jenen bis vor das Auge ein-fassend, nach hinten mit dem schwarzen Nackenstreis sich an denschwarzen Oberrücken anschließend; die Kopf-und Halssciten ha-ben dieselbe Zeichnung wie beim Männchen, während der Bartstreifmeistens deutlicher, der Halsseitenfleck aber kleiner ist; dagegen sindwieder die Schaftstriche in den Weichen stärker gezeichnet, die Fleckean den Afterfedern größer, aber matter, und der lichtbraune Anflugder untern Theile schwächer. Bei jungen Weibchen ist derletztere aber, wie überhaupt bei einjährigen Vögeln beiderlei Ge-schlechts, weit stärker, Stirn, Wangen, Kehle, Gurgel und Kropf-gegend oft wie mit Gelbbraun übergössen, der übrige Unterkörperaber ins schmutzige gelbliche Grau übergehend, und dann die Weichennoch grauschwarz gefleckt; der weiße Scheitelfleck von der Stirn ausstark mit Gelbbraun überflogen, und die schwarzen Bänder auf demUnterrücken undeutlicher oder regelloser.

Den Letztbeschriebenen sind auch die Jungen im Nestgefie-der sehr ähnlich, der Unterkörper aber noch schmutziger, die Brust-seiten starker gefleckt und in den Weichen, so wie an den Unter-schwanzdeckfedern, stehen die grauschwarzen Flecke fast bänderartig.