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Der Kanton Zürich in naturgeschichtlicher und landwirthschaftlicher Beziehung dargestellt : ein Handbuch für Schulen, so wie zur Belehrung und Unterhaltung für jedes Alter / von H. Schinz
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da die Lust beim wehenden Bise am trockensten ist und der Schneein den Gebirgen noch nicht schmilzt. Der April bringt abwech-selnde Winde, also auch abwechselnde Wärme und Kälte, daherauch viel Schnupfen und Vruftaffektionen. Der Frühling beginnt,nachdem die Erde schon einige Zeit auf Höhen von 800 — 2000 Fußvom Schnee entblößt ist und kommt oft schnell. Wenn der Vor-sommer, Mai und Zuni, trocken ist, so ändert sich meist nach demlängsten Tage die Witterung im Allgemeinen und der Sommerwird unbeständig. Zn der Regel folgt dagegen auf einen nassenVorsommer ein trockner und schöner Sommer. Man hat auchbeobachtet, daß der Barometer meist bis zum längsten Tag vielunrichtiger zeigt, als nach demselben, wo man weit sicherer aufihn gehen kann. Fällt nach Mitte August Regen, so sinkt diegroße Wärme schnell und erhebt sich selten wieder. Frühe Jahr-gänge sind daher für den Weinbau immer günstiger, da der Weinbei späten zum Reifen nicht mehr die gehörige Warme hat. Diegrößte Hitze des Sommers befördert nur das Wachsthum undsomit allerdings die Reife, aber nur die Wärme während demAbreisen verwandelt die Säure in Zucker und giebt guten Wein.Die Gefahr der Frühlingsfröste ist bei frühem und spätem Früh-ling gleich groß, tritt ein solcher aber im späten Frühjahr erstein, so kann die Weinrebe, die noch kaum recht im Saft war,keine Schosse zu rechter Zeit mehr treiben, ist sie dagegen schonim Triebe, so treibt sie oft schnell nach und ersetzt den Schaden.Allerdings kann der Mensch dabei nichts thun und wir führendies nur an, um zu zeigen, daß es*irrig sei, wenn man späteFrühlinge für sicherer hält.

Die Monate September, Oktober und November sind dieje-nigen, in welchen der meiste Regen fällt, doch ist der September-ost noch ziemlich trocken und dann herrscht in diesem Monat dieangenehmste Witterung. Gegen das Ende des Septembers undim Oktober herrschen in den Thälern, welche von Flpssen undSeen bewässert sind, tägliche Nebel, wenn 'es nicht wirklich reg-net. November und December bringen fast immer bedeckte dunkleWitterung und oft sieht man die Sonne in den beiden Monatenbuchstäblich nie. Zn den letzten Monaten schneit es oft, aber derSchnee bleibt selten liegen und nur auf den höhern Bergen ist ervom December an bleibend. Der Winter tritt gewöhnlich einige