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Der Kanton Zürich in naturgeschichtlicher und landwirthschaftlicher Beziehung dargestellt : ein Handbuch für Schulen, so wie zur Belehrung und Unterhaltung für jedes Alter / von H. Schinz
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Die Bevölkerung des Kantons.

Nachdem wir das Pflanzenreich in seinen verschiedenen Be-ziehungen 'zur Kultur und zur Bevölkerung durchgangen haben,müssen wir auch uns selbst, das heißt die menschlichen Bewohnerdes Kantons, und die bei uns vorkommenden Thiere und ihreBeziehungen zu uns näher ins Auge fassen. Pflanzen- undThierreich sind innig mit einander verbunden; die Pflanzen könn-ten zwar wohl ohne die Thiere bestehen, aber die Thiere nichtohne die Pflanzen; denn wenn es auch viele Thiere gibt, welchenichts auS dem Pflanzenreiche genießen, sondern von andernThieren sich ernähren, so sind doch-diese letzter» pflanzenfressend,und so hängt von der Menge der Pflanzen die Menge der Thiereüberhaupt ab. Vorzüglich ist aber der Mensch nicht bloß aufthierische Nahrung angewiesen, sondern zieht dieselbe in größermMaße aus dem Pflanzenreiche, welches er durch seine Kulturbereichert und zu seinem Vortheil verändert. Der menschlichenBevölkerung liegt daher die Pflanzenkultur zum Grunde ihresDaseins, wenigstens im zivilisirten Zustande. Je größer die Be-völkerung eines Landes, desto mehr muß dieselbe alles Möglicheanwenden, um dem Boden die größte Pflanzenmenge abzugewin-nen, damit die Bewohner möglichst unabhängig von andern Staa-ten leben können. Alle Länder aber sind übervölkert, wenn derBoden die Bevölkerung nicht ernähren kann. Dieß ist nun gradeder Fall mit unserm kleinen Freistaate. Neben dem Bestreben,dem Lande das Möglichste abzugewinnen, müssen unsere Einwoh-ner noch darauf denken, so viel auf andere Art zu erwerben, daßsie damit die ihnen fehlenden Bedürfnisse durch Geld anschaffenkönnen. Diese Mittel finden sie in Handel und Industrie; aberHandel und Industrie vermehren die Bevölkerung weit mehr alsder Ackerbau, dem sie auf der andern Seite wieder Bearbeiterentziehen. Sie sind daher auf der einen Seite dem Landbauhinderlich, helfen ihm aber auf der andern wieder dadurch, daßder Landmann seine Produkte theurer verkaufen und um so besser