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von etwa 12 ©raben ttocfy einen jweiten, ber mit tfjntparallel lauft unb ber äußere genannt wirb, aber nid)tfo lebhafte Sarben &at, als ber erfte, unb biefe Farbenaud) in nmgefebrtcr Srbnung geigt, nämlid) bie oeilcfjen*blaue nabf) außen, unb bie rotbe rtacfc innen. Suwcilettnimmt man aud) nod) innerhalb be§ .föauptbogenSeinen ober meine, mit iljm gleidjlaufenbe, waljr, welchegleichfalls immer fd)wäd)er leuchten unb bie Sarben, jein fßejug auf ben vorigen, in berührter £>rbnung geigen.©S gehört ein feltneS Sufammentreffen günfiiger Umßänbe,nämlich eine große, meit auSgebreitete, tichte Siegen*manb unb eine rein unb fyell ftrahlenbe Sonnenfcheibebagu, um bem ©rbenbewohner baS prachtvolle Schaufpieleines »ollftänbigen SiegenbogenS mit feinen Siebenbogettgu gemalten. SBenn bie Slegenwanb feine fnulänglichr5Breite ober $of)e tyat, fo bilben fid) nur einzelne, furje,©tücfe beS 33ogenS, welche man SS5affergalten oberSiegengallen nennt.
Stur im platten Sanbe fdjeint ber Stegenbogen genauvom ^jorijonte begrängt gu werben. Skfinbet fid) aberber ^Beobachter auf einer SBergljohe, unb f kt)t er ben Sic*gen, auf weldjen bie hinter ihm befinblidje Sonne fdjeinhbis in bie tiefjlen ©egenben fallen: fo fiefot er auch beuSiegenbogen noch oor bem .^origonte, fo weit, als berSiegen fällt, unb eS fdjeint berfelbe mit ben Sdienfetugleichfam auf ben Selbem aufjujtefyen, auf welche bir»orberften Siegentropfen nieberfallen.
Unter bie fel;r feltenen Siegenbogen geboren bie furjnad> Sonnenuntergänge, ober furg »or Sonnenaufgang*/