Vorwort.
Dreissig Jahre sind verflossen, seit Dr. F. Keller seinearchäologische Karte des Kantons Zürich herausgab. Inzwischenwurden zahlreiche Funde gemacht und mächtig ist die Urge-schichte oder Prähistorie fortgeschritten. Wurde diese jungeWissenschaft damals nur von Wenigen in ihrem Werte erkanntund als Kleinod gepflegt, so beginnt sie allmälig, grössereSchichten der Gebildeten zu interessiren. Gerade die Ent-stehung der vorliegenden Karte beweist dies.
Vor etwas mehr als einem Jahre drückte die Lehrerschaftdes Kantons Zürich durch die Präsidenten der Schulkapitel demh. Erziehungsrate den Wunsch aus, es möchten für die LehrerVorträge über Urgeschichte veranstaltet werden. Die genannteBehörde, in Würdigung der Bedeutung der prähistorischenWissenschaft besonders auch für die Heimatkunde, beauftragtemich, in jedem Bezirke des Kantons 3 Vorträge zu haltenund an dieselben eine Exkursion anzuschliessen. Mit Freudenunterzog icb mich der ehrenvollen, aber schwierigen Aufgabe;war es doch meines Wissens das erste Mal, dass eine ganzegrosse Korporation von Laien in solcher Weise ihr Interessean der Urgeschichte kundgab, wie es auch das erste Malist, dass eine h. Erziehungsbehörde derart für Popularisirungunserer Wissenschaft besorgt war. Wohl hätte man sich fragenkönnen, ob denn wirklich in der ganzen Lehrerschaft das rich-tige Verständnis und das nötige Interesse für derartige Dingevorhanden sei, aber die Lehrer des Kantons Zürich haben dasVertrauen, das die h. Erziehungsdirektion in sie setzte, voll-