Karte 
Archäologische Karte des Kantons Zürich / J. Heierli ; Topogr. Anstalt Winterthur, J. Schlumpf, vorm. Wurster, Randegger u. Co.
Entstehung
Seite
9
JPEG-Download
 

9

alten Handelswege längs der Rhone , während der Bernstein be-reits auf Handelsbeziehungen mit dem Horden schliessen lässt.

In der Bronzeperiode verminderte sich allmälig die Zahlder Pfahlbaustationen, indem viele Leute aufs feste Landübersiedelten; trotzdem kennt man in der Schweiz eine Reiheder grössten und reichsten Bronzepfahlbauten. Im Genfer-see nennen wir die Stationen Geneve und Morges , deren er-stere die beiden Seiten des heutigen Quais von Genf einnahm;im Lac de Neuchätel verdienen Corcelettes, Estavayer und Au-vernier in erster Linie Erwähnung. Der Murtnersee besassVallamand und Montilier, der Bielersee weist neben ca. 15Steinzeitstationen dieKupferzeit-Pfahlbauten Vinelz und Ger-lafingen und die beiden reichen Bronzestationen Nidan undMorigen auf. Dem Pfahlbau Wollishofen im Zürichsee sindetwa 7000 Fundgegenstände enthoben -worden, obwohl er nurzum Teil ausgebeutet ist; im Bodensee erweist sich der Uber-lingerbusen als besonders häufig von Pfahlbauern gewählterNiederlassungsplatz und neben vielen Steinzeitstationen gibtes dort auch Bronzefunde, an denen der Pfahlbau Bodmannwohl am reichsten ist.

Die Landansiedlungen der Bronzezeit waren mit Pallis-saden oder Wällen und Gräben geschützt. Wir finden sie aufHügelkuppen, wie Ebersberg am Irchel, in stromumgürtetenHalbinseln, wie der sogenannte Schwaben gegenüber Rheinau ,oder an sonst leicht zu verteidigenden Orten, wie der Linden-höf in Zürich . In diesen sogenannten Refugien sowohl, alsin den bronzezeitlichen Pfahldörfchen, sind die Schmuckgegen-stände zahlreicher und schöner als in der Steinzeit. Neue1 Waffen kommen vor, z. B. das Schwert, die Geräte haben

sich auch vermehrt und neue Ornamente beweisen die Ent-wicklung des Sinnes fürs Schöne. Die Jagdtiere waren seltenergeworden, zu den Haustieren ist das Pferd hinzugekommen.Das Ackerland umfasst grössere Flächen und im Handwerkmuss grössere Arbeitsteilung eingetreten sein.

Im Pfahlbau Mörigen im Bielersee war eine Grusswerkstütte