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Archäologische Karte des Kantons Zürich / J. Heierli ; Topogr. Anstalt Winterthur, J. Schlumpf, vorm. Wurster, Randegger u. Co.
Entstehung
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Arbedo . Als Verwandte dazu können die Walliser Gräber ge-nannt werden. Es sind ebenfalls FJachgräber wit vielen Schmuck-sachen, unter denen Bronze - Armringe und -Spangen wegenihrer Schwere auffallen. Sie sind mit tiefeingestanzten Kreisensamt Mittelpunkten verziert und kommen in ihrer entwickeltenForm zusammen vor mit Glasringen, einem Typus der II. Eisen-zeit oder der La Tene-Periode. ZahlreicheWallisertypen er-gaben die Gräber von Conthey , von Leidcerbad , Biddes u. s. w.

Diese Wallisergräber leiten uns zurück zu den Gräbernder II. Eisenzeit in der schweizerischen Hochebene. Sie findensich in flacher Erde, nicht unter Grabhügeln und enthaltenSkelette, nie verbrannte Leichen. Charakteristisch sind be-sonders die La Tene-Fibeln, helvetische Schwerter, Glasringe,Töpfe, die auf der Drehscheibe erstellt wurden und Münzen.Ein solches Grabfeld findet sich in Gempenach (Champagny)nördlich von Murten . <In Mandach (Aargau ) entdeckte manein Kriegergrab mit Schwert, Lanze und Schildbuckel, inSteinhausen (Zug) eine Potin-Münze in einem, Frauenschmuckenthaltenden Grabe. Glas-Armringe wurden gefunden in Gräbernbei der Stadt Bern , besonders auch in einem Grabe, das inBorgen am Zürichsee zum Vorschein kam und welches ausser-dem einen gedrehten Topf barg, ferner einen Gagatring, einesilberne La Tene-Fibel, eine Bronzekette, einen silbernenFingerring mit Gemme, 2 Gold-Fingerringe und eine goldeneMünze, die als Nachbildung der makedonischen Philipper nochdie griechischen Buchstaben rar. enthält. Die zahlreichenGräber der II. Eisenzeit können wir als helvetische bezeichnen;sie gehören den letzten Jahrhunderten vor unserer Zeitrech-nung an.

Als einst ein Fuhrmann vom Julier durchs Oberhalbsteinhinunterfuhr, sah er beim Hofe Burwein bei Conters in derErde etwas glänzen. Er wühlte nach und siehe, es kamenGold- und Silbergefässe von altertümlicher Form zum Vor-schein und ausserdem Münzen mit eigentümlichem Gepräge.Er verkaufte den Schatz einem Goldschmiede in Cläven (Chia-