venna) zum Einschmelzen und so ist denn dieser herrlicheFund verloren. Nur wenige Münzen blieben erhalten: es sindmassaliotische (das alte Massilia ist das heutige Marseille )Silberstücke aus vorrömischer Zeit. Einen andern Sehatzfiindaus der Eisenzeit habe ich oben erwähnt. Bei der Börse inZürich fand man tief in der Erde zirka 100 Kilo gallischesMünzmetall, aus eingeschmolzenen Münzen bestehend, vondenen einige noch in ihrem Gepräge erkennbar waren. Vor-römische Gold- und Silbermünzen fanden sich in Tägenveilen(Thurgau ), Nunnigen und Baisthal (Solothurn ), am Mont Ter-rible (Bern ), bei Muri (Äargau) etc. und in Aventicum (Avenches )wurde sogar ein Münzstempel entdeckt.
In der La Tene-Periode beginnt der Frührotschein derurkundlichen Geschichte über unser Land zu leuchten undwir sehen ein heldenhaftes Volk dem Untergange verfallen.Wie ein grosses Trauerspiel erscheint # uns die Geschichte derHelvetier. Ihre rauhe Heimat gefiel ihnen nicht mehr; siewaren der ewigen Kämpfe mit den Germanen müde und einMann besonders, der reiche Orgetorix oder, wie er sich aufden Münzen selber nennt, Orcitirix, riet zur Auswanderung.Die alten Männer hatten auf einem Kriegszuge den Süden ge-sehen und erzählten gerne von der Fruchtbarkeit jenes Landes,von dem blauen Himmel und dem milden Klima, aber auchvon den gefürchteten Römern, wie sie dieselben im Kampfesiegreich bestanden. Noch lebte ja Divico, unter dessen Füh-rung sie einst bei Agen an der Garonne gesiegt.
Man beschloss, 8 Jahre lang Vorräte zu sammeln unddann auszuziehen. Unterdessen kam es an den Tag, dass Or-citirix nach der Königswürde strebte und um der Strafe durchdas Volk zu entgehen, soll er sich selbst getötet haben. Aberdie Auswanderung fand dennoch statt. Im Jahr 58 v. Chr.wälzte sich ein endloser Zug von Heimatmüden gegen denLemansee. Auf schwerfälligen Ochsengespannen führten dieHelvetier ihre Vorräte und die beste Habe mit und hinterihnen sanken die 400 Dörfer und 12 Städte in Schutt und