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^Schild an Schild sich drängte, so nützte der kurze, wuchtigeSkramasax mehr als das Langschwert. Mit beiden Händenwurde er gefasst und nun begann, was die alten Heldenliedermeinen, wenn sie erzählen, wie im tobenden KampfgewirrHelme zerspellt und Schilde gespalten wurden.
„Kurz vom siegenden Thor ist der Hammerschaft nur,
Eine Elle das Schwert nur von Frei’r —
S’ist genug, trittst dem Feinde du nah. nicht zu
kurz ist die Klinge dann, wie sie auch sei . . .“ (Frithjofsage.)
In Burgundionengräbern finden sich neben ausgezeichnetenTauschirarbeiten auf den Gürtelschnallen hier und da auch Re-liefdarstellungen aus der biblischen Geschichte, so z. B. Danielin der Löwengrube, Christi Einzug in Jerusalem u. s. w. Siebeweisen, dass die frühchristlichen Gräber der Westschweiz inderselben Weise erstellt wurden, wie die heidnischen derAlamannen im Osten unseres Landes. Bekanntlich warenes römische Soldaten, die das Christentum nach Helvetienbrachten und an sie erinnert die Legende von der thebai-schen Legion, die in der Gegend von St. Maurice vernichtetworden sein soll. Schon in römischer Zeit aber gab esChristengemeinden in Sion , Genf, Oberwinterthur u. s. w. undeinige derselben erhielten sich durch die Wirren der Völker-wanderungszeit. Im Burgundionenland entstand dann das be-rühmte Kloster Agaunum in der Nähe des heutigen St. Mau-rice , bei den Alamannen aber wurde die Lehre Jesu verkündetdurch glaubenseifrige Männer, unter denen irische Mönche sichhervortaten. Einer derselben, Gallus , gab Veranlassung zurGründung des Klosters St. Gallen , das bald einen hohen Rufbesass-, an dessen Schule besonders im 10. Jahrhundert Männerwirkten, die als Zierden der Wissenschaft gelten durften. Werkennte sie nicht, die Notkere und Ekkeharde, den starkenTutilo und den bösen Sindolt, Ratpert und Folkard und all’•die andern, die Scheffel in unauslöschlichen Bildern uns wiedervor die Augen gezaubert hat.
Von den Mittelpunkten, wie St. Gallen, Zürich , Agaunum,Gfenf, drang das Christentum bis hinauf in die Bergtäler und