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Cervus Alces.
von der Handwurzel zur Klauenspitze 1’ 11". Hinterfufs vom Knie zur Ferse 1’ 5"; von der Ferse zur Klauen-spitze 2'3". Höhe des Vorderlheils 5' 3". Höhe des Hintertheils 5' 2". — Das Männchen (Elch- oder Elenn-Hirsch, Elch-Ochs) trägt, ausgewachsen, ein Geweih, das zwei Aesle hat, deren jeder von einer kurzen, rund-lichen, unterhalb mit vielen Knoten (Perlen) besetzten, auf einem kurzen Fortsatz des Stirnbeins (Rosenstock)stehenden Basis anfängt, und sich schaufei- oder handförmig ausbreitet, fast rechtwinklig vom Kopfe ab-gehend. Es ist schwärzlich- oder gelblich-braun und hat eine nach aufsen und etwas nach hintengewendete convexe und eine nach vorn und etwas nach innen gewendete concave Fläche, und einenobern und vordem Rand, an dem sich mehrere rundlich pyramidale (4-14 und mehr) Zinken (* *) (En-den) finden. Auf den Flächen sind adrig-ästige Furchen, in denen die Bildungsgefäfse des früherweichen Geweihes liefen. Starke Hirsche werfen das Geweih vom December bis März, geringere vomApril bis Mai, setzen von Juni bis Anfang August ein neues auf, und reinigen (fegen) es dann vonder schwarzbraunen haarigen Haut (Bast), in der es sich bildet, (** (***) ) die sie nicht verzehren wie dieEdelhirsche. Aufser dem Geweih unterscheidet sich das Männchen vom schlankeren Weibchen (Elen-kuh, Elch oder Elenthier) durch ansehnlichere Gröfse, Plumpheit, eine stärkere Mähne und durcheinen kleinen unter der Kehle befindlichen Auswuchs, wovon ein Büschel langer Haare herabhängt,welches erst bei dem dreijährigen Männchen entsteht, bei ganz alten oft schwindet (Wangenheim).
Knochenbau. Der Schädel ist, besonders über den Augenhöhlenrändern, breiter als beimEdelhirsch. Die Oberkiefer denen der Kuh mehr ähnlich; sie sind vorn niedriger, in der Milte höherund treten gewölbter nach aufsen als beim Hirsch. Die Zwischenkiefer sind länger aber schmaler alsbei letzterem, die Nasenbeine dagegen viel kürzer, aber breiter, und die Thränengrube unbedeutender.Die Stirnbeine haben neben der Mitte ihrer Nath eine tiefere Grube, und der Knochenkamm, der sichvon den Rändern der Stirnnath erhebt und bei der Kuh fehlt, ist bedeutender als beim Edelhirsch.Die Scheitelbeine dachen sich beim Elenn seitlich flach, nicht gewölbt, ab, deshalb erscheint der Schädelhinten schmaler. Die Knochenleiste auf der Unlerfläche des knöchernen Gehörgangs ist, so wie derauf dem Hinterhauptsbein befindliche Knochenkamm, bedeutender als beim Edelhirsch. Die Halswirbelgleichen an Gestalt, Länge und Zahl mehr denen der Kuh. Die Dornfortsätze der neun ersten Rücken-wirbel sind viel länger. Die übrigen Knochen im wesentlichen wie beim Edelhirsch, nur erscheinendie Körper der Wirbel kürzer, die Knochen überhaupt stärker und die der Extremitäten länger. UeberAnatomie der Weichtheile, die denen des Rindes sehr ähnlich, können wir nur Einiges aus Perraul t( 1 )und Pallas ( 2 ) entlehnte mittheilen. Hebemuskeln der Oberlippe stark. Lunge vierlappig (Pallas) odersiebenlappig (Perrault ). Leber ungelappt, sehr stark, platt, flach. Keine Gallenblase. Darmkanal,wie beim Rinde. Vier Magen, die denen des Rindes ähnlich. Krummdarm gegen das Ende noch
f 1 ) a. a. O. und in Perrault's Ablidlgn. z. Naturgeschichte. B. I. S. 212. ( 5 ) Zoograph, p. 205.
(*) Ein starkes Geweih wiegt 25-40 Pfund, ja selbst zuweilen, wie das im Hause der Hudsonsbay-Compagnie, 75Pfund, welches 32" lang und 13-j" breit ist (Pennant Uebers. v, Zimmermann Th. II. S. 20.). Mehr über Gröfse derGeweihe und Abbildungen vieler Formen bei Cuv, recherch. sur l. ossem. fass, ä Paris 1823. T. IV. p. 65. PI. IV. fig. 22-29.Jetzt lebende Elche haben nicht solche Geweihe, wie man sie an vielen Orten im aufgeschwemmten Lande und in Torf-mooren, zuweilen mit dem Schädel, ausgrub, namentlich in Irland (Acta Angl. V. 44. add. p. 124.), Deutschland (Herr-mann de oss. Alcis Maslae detectis, Hirschberg 1729.) u. s. w., und die wohl von einer ausgestorbnen ,Art (Cervus gi-ganteus) herrühren, (Blumenbach’s Naturgesch. Göltingen 1825. 8. S. 619 ; v. Wildungen Taschenb. fiir 1800. S. 159;Necrgard Beiträge zur vergl. Anatomie. Göttingen 1807. 8. S. 137; Pallas zoogr. a. a. O. und besonders G. Cuvier a. a. O. p. 70. PI. VI.)
(**) Die Geweihbildung unterscheidet sich von der des Hirsches dadurch, dafs die Zinken aus einem keulenförmigenStumpf nur allmählig hervorsprofsen (Pallas Zoogr. p. 203.).
(***) Abb. des Elenskelets bei Pander und d’Alton Skelete der Wiederkäuer Tab. IY., wo auch, wie bei G. Cut.recherches a. a. O. p.67. viele vergleichend-osteologische Bemerkungen.