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die Gelenkhöcker gestellt als bei den andern. Hinterhauptsloch beim Rind am grÖfsten. Knochen-biase des Schlafbeins beim Rind und Aur gröfser als beim Büffel. Schuppe des Schlafbeins bei Rind,Aur und Büffel sehr vertieft. Knochenkamm der Pyramide beim Rind und Büffel stärker als beimAur. Die Aeste des Unterkiefers bei der Kuh schwächer, aber mehr bogenförmig (ohne Unterbrechung)als beim Büffel. Halswirbel bei der Kuh etwas höher als beim Büffel. Brustwirbel (also auch Rippen-paare) bei beiden 13, beim Aur 14; Bauchwirbel beim Rind und Büffel 6, beim Aur 5; Kreuzwirbel bei allen 4. Dornforlsätze der Brustwirbel und Bauchwirbel beim Rind breiter als beim Büffel. Die4 letzten Rippen beim Büffel breiter als beim Rind, die mittlern und Vordem aber beim Rind brei-ter (beim Hirsch alle weniger breit, mehr rund). Alle andere Knochen ähnlich, nur bei der Kuh et-was länger, weniger gedrängt. Länge der Extremitäten weder beim Rind noch beim Büffel so ansehn-lich wie beim Aur. — Bei der Anatomie der Weicht heile (*) sind nur die Yerdauungsorgane vonbesonderem Interesse, vorzüglich der viergetheilte, aus vier Häuten bestehende Magen (**) (Tab.X.fig. 5.): Wanst, Haube und Psalter (fig. 5, b c d) sind die der Speiseröhre (fig. 5, a) am nächsten lie-genden Theile und der Laab (fig. 5, e) erst der wahre Magen. Der erste Magen (Wanst, Pansen, mmen,ingluvies) (fig. 5, b) ist der gröfste und rundeste unter allen, inwendig mit vielen Einsackungen, und voneiner mit ganz stumpfen, plattgedrückten, zahllosen, schuppenartigen Warzen besetzten, sammetartigenSchleimhaut bekleidet (fig. A.); durch seine rotatorische Bewegung werden die bekannten Haarballengebildet. Der zweite (Haube, Netzmagen, reticulum) (fig. 5,c.) ist der kleinste und nur durch einegeringe Einschnürung vom Pansen getrennt; seine innere Fläche bildet eine Menge vieleckiger Zellenoder Maschen, die wieder durch Zwischenwände in kleinere Flächen getheilt werden, deren Ränderund Flächen überall mit sehr feinen Wärzchen besetzt sind (fig. C.). Äufser der sehr weiten Mündungnach dem Pansen hat er noch eine engere nach dem Psalter und eine Communication mit der Speise-röhre, deren innerste Haut daselbst zwei parallele Wülste (Lippen) bildet, welche eine Rinne zwischensich lassen, die aber durch Zusammenziehung der Haube zu einer vollkommenen Röhre werden kann.Diese Rinne (Schlundrinne) geht bis zur Oeffnung in den dritten sehr kleinen Magen (Buch, Psalter,Löser, Blältermagen, omasus, centipellio) (f. 5 , d), in den ihr oberer, dicker Rand frei hineinragt. Buch
(*) Ausführliche Beschreibung der einzelnen Knochen und Weichtheile s. in den Handbüchern [F. Gurlt verglei-chende Anat. d. Haussäugelh., Berl. 1822, 2 Bde, 8. und dessen Arial. Abbild, d. Haussäugelh. Querfol,; L. SchwabAnatomie der Hausthiere, München 1821. 8; M. v. Erdelyi Zoophysiologie der Haussäugelh. Wien 1820. 8; I. Gi-rard Anat. d. Hausth. Uebers. von Schwab, München 1810, 2 Bde.8.], Vergleichend-anat. Bemerkungen in den be-kannten Werken von Blumenbach, Carus, Guvier und Weber (Yergl. Osteolog. Bonn 1824. 8.). Abbildung desOchsenskelets bei Pander und D’Alton ( Skelete der Wiederkäuer tab.YII.) und bei Weber ( Skelete der Haus-Säu-gethiere und Vogel, Bonn 1824, Querfol. tab. XI.).
(**) Siehe Neergaard Yergl. Anatomie und Physiol. der Verdauungswerkzeuge der Säugetfi. und Vogel, Berlin 1806. 8. S. 69.). — Camper Lessen over de thans zweevende Veesterfte, Leeuwarden 1769. 8. Yink Lessen overde herkauwing der Runderen, Rotterd. 1770. 8. fig. 1-5. — Ausgezeichnet abgehandelt in: F. Tiedemann und L. Gmelin die Verdauung nach Versuchen, Heidelb. und Leipz. B. I. 1826. 4. S. 308 u. f. — Die Geschäfte der einzelnenMagenabtheilungen bei der Verdauung sind folgende. Schon durch die reichliche Drüsenabsonderung im Maule einge-wickelt, gleitet das nur wenig gekaute Futter durch die Speiseröhre in den Pansen, wo es in den Nebenhöhlen langeverweilt und dann in die Haube geht, aus der es durch die Speiseröhre in das Maul zurücktritt. Nachdem es hier wie-dergekäut ist, geht es zum zweitenmale durch die Speiseröhre, aber sogleich durch Zusammenziehung der Rinne in denPsalLer, aus dem es in den Laab übergeht, der es dann in Speisebrei verwandelt und in den Parmkanal einläfst. Carus(Zoot. S.409.) geistreiche Vergleichungen mit den einfacheren Magen anderer Thiere zeigen uns in den 3 ersten mit derSpeiseröhre-Epidermis ausgeklcideten Ablheilungen die linke Magenhälfte (portio cardiaca), in der nur die Vorbe-reitung zur Verdauung geschieht, und in der vierten Abtheilung die Pförtnerhälfte (portio pylorica) , wo die Ver-dauung beendet wird. Die Milch, wovon die Jungen sich nähren, geht gradezu durch die Schlundrinne in den drit-ten Magen, aus dem sie ohne Aufenthalt in den vierten tritt; zu dieser Zeit sind die beiden ersten Magen noch wenigentwickelt.