S U s S C R 0 F A.
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Augen ziemlich klein, tiefliegend. Iris dunkelgrau. Sehe kreisrund. Das obere Augenlied gewimpert;das untere wimperlos. Augenbraunbögen lang - behaart, die Haare bei den wilden sehr lang, steifund schwarz. Nasenlöcher an der Spitze des Rüssels, klein, rundlich. Schneidezähne oben bei Er-wachsenen sechs (drei in jedem Zwischenkiefer), die beiden vordem zusammengedrückt, bogenförmiggegeneinander gekrümmt, gröfser als die vier hintern nicht bogenförmig gekrümmten, an der Spitzestumpf meifselförmig; die untern (ebenfalls sechs) fast kegelförmig, von der Seite etwas zusammenge-drückt, ziemlich lang, oben gekrümmt, mit der stumpfen Meifselspilze sich gegeneinander neigend.Eckzähne (Hauer*) lang und hakenförmig, stark aus dem Maule hervorragend, bei alten Thierenmit abgeriebenen Spitzen; die obern (Geweift, Gewehr) kürzer als die untern (Hauer, Haderer),die untern bei den wilden Thieren den Rüssel fletschend. Die Eckzähne der Weibchen kürzer, schwä-cher. Backenzähne **) bei alten Thieren sieben, bei jüngern fünf oder sechs auf jeder Seite jedesKiefers, höckerkronig, mit Schmelz überlegt; die vordem kleiner, die hintern am gröfslen. Alle Zähnebei den wilden Thieren weit stärker entwickelt, als bei den zahmen. Ohren eirund-länglich, oderrundlich, stumpf zugespitzt, bei den Zahmen schlaffer und länger als bei den Wilden, ganz mitHaaren bedeckt, die Haare der Innenfläche länger. Hals kurz, dick, zusammengedrückt. Rücken ge-rundet. Leib dick, bei den zahmen meist gestreckter als bei den wilden. Bauch grofs, bei denWeibchen hangend. Kreuz schmal, spitzig. Fiifse kurz, vierzehig, die äufserste (der kleine Fingeroder die kleine Zehe) und die innerste Zehe (der Zeige- oder zweite Finger oder Zehe) als Afler-klauen, wie bei den Wiederkäuern, nach hinten und in die Höhe gerückt, den Boden meist nichtberührend; die Zehen der wilden weiter entfernt, als die der zahmen. Das letzte Zehenglied vondreieckigen, schwarzbraunen oder weifsen Hufen umkleidet. Schwanz (Pürzel, Krückel) bis zur Fersegehend (bei den zahmen häufig in der Mitte bogig gekrümmt und zur Seite gebogen, bei den wildenmeist fast gerade herunterhangend), an der Spitze mit einer aus starren, den Pferdehaaren ähnlichenHaaren gebildeten Quaste. Hoden in einem Hodensack, der einen Haarbüschel trägt. Zitzen meistzehn an der Brust und am Bauch. Haut dick, mit Borsten (Federn), oder steiferen Haaren besetzt undmit zahlreichen, rundlichen, von der Einsenkung der Haut um die Einfügungsstelle der Haare oderBorsten gebildeten Vertiefungen an der äufsern Fläche. Am Grunde der Haare, oder Borsten ***) feinebraune oder braungraue, wollige, im Winter sehr stark entwickelte, besonders bei den wilden bemerk-bare Unterhaare. Der Rücken und die Seiten des Körpers mit Borsten besetzt, die Borsten desRückens oft drei bis vier Zoll lang. Der übrige Körper mit Borstenhaaren besetzt, die auf derSchnauze und den Unterbeinen am kürzesten sind. Die Haare des Rückens, der Seiten, des Vorder-bauches und der Beine nach hinten, die des Unterhalses und Hinterbauches nach vorn gerichtet. DieFarbe der einzelnen Haare bei den wilden braunschwarz, oder am Grunde und an der Spitze braun-schwarz, in der Mitte gelblichbraun oder schwarzbraun mit hellgelblich-grau-bräunlichen Spitzen. Ohren,Unterfüfse und Schwanz braunschwarz, seltener schwarzbraun, der übrige Körper hellgelblich-gräulich-braun mit schwarzbraun melirt. Schnauze und Vorderkopf bräunlich-weifs mit braunschwarz melirt.Die jungen, wilden Schweine anfangs rothbraun gefleckt, mit schwarzen und hellbraunen und weifsen
(*) Die Eckzähne ragen im vierten Jahre 2— 2|" hervor und werden bis auf die Spitzen gegen das sechste Jahr gelb-lich, im siebenten sind ihre Spitzen halbmondförmig gegen das Auge gekrümmt.
(**) Die Backenzähne, so wie die Zähne überhaupt, sollen nach Bechst. Gemein. Naturgesch. S. 757 u. Buffon a.a. O. nicht gewechselt, sondern nur mit dem Alter immer mehr vorgeschoben werden, allein bei den jungen Schädeln deshiesigen Museums fanden wir deutliche Wechselzähne.
(***) Auf dem Körper der wilden Eber ensteht zuweilen durch Zusammenkleben der Haare durch Schlamm, Harz unds. w. eine feste Kruste. Die Jäger nennen sie dann Panzer - oder Harnischschweine.