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Zweiter Band.
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Acipenser Huso. Hausen.

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liclie Gröfse. Leben sowohl in der allen, als in der neuen Welt, von Würmern, Fischeiern und klei-nen Fischen. Halten sich im Meere, steigen aber auch zu Zeiten in grofsen Scbaaren in manche Flüsseund bleiben monatelang darin.

Man kann sie in folgende Unterabtheilungen bringen:

A. Husones. Hausenähnliche (*). Rüssel spitzig oder slumpflich, kurz, mit vorwaltender Knor-pelbildung, und daher mehr oder weniger durchscheinend. Die Leiste desselben schwindend. Schild-chen entfernt von einander. Hierher als Arten: A. Huso Linn., A. dauricus Georg, und wohl auchA. obtusirostris Le S. und A. rubicundus Le S.

B. Sturiones. Stör ähnliche. Rüssel stumpf oder pfriemförmig, von starken Knochenschildchenbedeckt, und daher nicht durchscheinend. Leiste deutlich, aber meist ohne Fortsätze. Schildchenentfernt von einander. Ilieher die Arten: A. Giildenstädtii Nob., A. Sturio Linn., A. Lichtenstei-nii Schn. Bl., und wohl auch A. Schypa Güldenst. (**), A. Hecheln Fitz.

C. Sterletae (***). Sterletähnliche. Rüssel pfriemförmig, von starken Knochenschildchcn be-deckt, nicht durchscheinend. Leiste nach hinten mit deutlichen, vorragenden Fortsätzen. Schildchenziegeldachartig. Hieher A. Buthenus Linn. und A. species Pall, zoogr. III. p. 107.

D. Helopes (f). Helopsähnliche. Rüssel sehr lang (Ai - der Körperlänge), von starkenKnochenschildchen bedeckt. Leiste desselben ansehnlich, ohne Fortsätze. Schildchen entfernt. Hie-her A. stellatus Pall, und vielleicht A. oxyrynchus Mitch. und A. maculosus Le S.

A. Husones. Hausenähnliche.

ACIPENSER HUSO. Hausen.

Franz. Le Hause oder grand Esturgeon. Russ . Bjeluga. (Albina, wegen der weifsen Farbe des Bauches). Rascian. Moruna.

Tatar. Ulu-balyk (d. li. grofser Fisch), auch Kyrpae. Tscheremissisch Kugu-kol. Calmucc. Chorba, Chorboe.

Synonym (ff). Acipenser (Huso) cirris 4., squamis dorsalibus 13., caudalibus 43. Linn. syst. nat.

ed. XII. p. 404. n. 3. (vielleicht nur zum Theil). A. Huso. Linn. syst. nat. ed. XIII.

Ein Umstand, der wohl sehr für die Analogie der Schildchen mit' Schädelknochen spricht. Wir beobachteten dies bei A.Sturio, Giildenstädtii, Huso und Ruthenus.

(*) Die entworfenen Gruppenkennzeichen beziehen sich nur auf die erwachsenen Thiere.

(**) Herr Fitzinger hatte die Güte uns durch Hrn. Gehr. Lichtenstein mehrere schriftliche Mittheilungen überdie Donaustöre zu machen, worin er mehrere neue Arten anzeigte.

(*«*) y on j£ m Sterleta Güldenst. (A. Ruthenus J entlelint.

(f) Von A. Ilelops Pall, zoogr. (-A. stellatus) abgeleitet.

(ff) welcher Art der berühmte Acipenser der Alten gehört habe, der zu manchen Zeiten der Bliithe des römischenReichs, namentlich um die Zeit des zweiten punisclien Krieges, und später unter einigen Kaisern (z. B. Severus), dochnicht zu den Zeiten des Plinius, worüber dieser (Lib. IX. c. 17.) sich wundert, mit Blumen bekränzt unter groGsemPomp von geschmückten Dienern auf die Tafel der reichen Römer kam ( Macrob. Saturn , L. 11. c. 12.), lätst sich nichtangeben. Die Aeufserungen einiger Schriftsteller, dafs er nur ein kleines Thier gewesen sey, namentlich die Worte desCicero (Fragm. d. lato b. Macrob- a. a. O.)Acipenser iste paucorum hominum est , deuten auf ein kleines, viel-leicht junges Thier, oder auf eine kleinere Art, ob aber gerade auf Acipenser Ruthenus , was Cuvier regn. an. (ed. 2.)II. p. 379. undAnm. zu Plin. ed. Lemaire T- II. p. 74. annimmt, lätst sich nicht bestimmen, doch könnten sie allerdingsdiese Art von der Donau her erhalten haben. Dafs der Acipenser der Alten selten war, deutet Cicero (Fragm. de latob. Macrobius ; durch d. Worte:admodum raro capitur" an. Die bei den Alten vorkommenden Fische: Elops(EWjOifie). Antaceus ( Avfav.aioq), Antfuas C Av'putq), Galaxias (TaXa^tttq), Oniscus COvidy.oq) und Attilas scheinen Stör-arten zu seyn, von denen freilich der eine oder andere dieser Namen derselben Art zukommen mag, was sich nicht ausmachenläfst. Der NameEV.ot]: kommt schon bei Aristot. (Hist. anim. II. 13 J vor. Der Elops wird von O vid (Halieut. v. 132.),Columella (Lib. VIII. c. 16.) und Aelian (Lib. VIII. c. 28.) ins Pamphylische Meer versetzt. Von einem Elops Rhodius

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