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12 (1785) Von den Gräsern : nebst einem vollständigen Register und sieben Kupfertafeln / Carl von Linné
Entstehung
Seite
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H Sechste Classe.

Crlfer. auf einer Seite mit einer Furche versehen. Auf derOberfläche ist selbiger glatt, haang, nervichl oderrunzlicht. Nach der Stellung gegen einander in ei.«er Aehre sind die Saamen entfernt, oder über ein-ander gelegt.

Die gewöhnliche Farbe der Gräser, besonders inRücksicht ihrer Blatter ist grün; dieses Grün aber istder Veränderung unnennbarer Abwechslungen unter«ivorfen. Man würde eine Stufenleiter von der dun.keiften bis zur hellsten Farbe des Grün wahrnehmen,wenn man alle Grasarten, wenn es möglich wäre, dieauf dem Erdboden wachsen, zu gleicher Zeit in genug,famer Anzahl, und nöthiger Stellung, in dieser Ab«ficht beobachten könnte. Um sich nur einigermassenDavon zu überzeugen, reicht es schon genug hin^wennman von einer ansehnlichen Höhe eine gute «StreckeLandes übersehen kann, auf dessen Flache fette Gras.triften/ mit unter benachbarten Viehweiden abwechseln,zwischen welchen an Dachen und kleinen Flüssen Was.fergrafer stehen, und in einiger Entfernung sündigteHügel ihre eigenen Grasartcn cmpo.fchicssen lassen:nicht zu gedenken, daß so wie in allen Dingen, alsoauch in Gräsern Alter und Jugend an Farbe ver«schieden sind. Die angenehme grüne Farbe, so wieDie Milde des jungen Grases ist dahin, so baldvnter der Benennung Heu seiner Bestimmung nun im.mer sich nähert. Doch selbst an eben demselben Gras.stocke ist die Farbe mancherley Art. Die Halmen oderhohlen rührigen Absätze des Erafestammes sind schonvon Natur etwas bleichfärbiger, nicht selten so garweißlicht, insbesondere, wenn sie noch von den sanftenDlatterscheiden eingeschlossen gehalten werden. AnDen Balglein und Spelzen trift man oft manche artigeFarbenspiele wahr, die nicht seilen dem Grase zurwahren Schönheit dienen: auch die manirigsalkigeKarde der Staubbeutel kommt hier mit im Betracht;

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