Von den Gräsern überhaupt. 2z
jenigen Grasarten mit Zwikterblumen nach der ver. Gräser»schiedenen Anzahl ihrer Staubfaden oder Träger nachder Linneischcn auch von uns strenge zu befolgendenRangordnung/ in diejenigen Classen zu stehen/ dienach der vorhandenen Anzahl der Staubfaden ihre ei-gene Namen führen. In eben so verschiedenen Clas-sen des linncischcn Sexualsystcms werden alsdann die-jenigen Grasgattungen beschrieben/ deren Arten sowohl männliche als weibliche Blüthen mit unterZwikterblumen, auf einen Stock besitzen/ oder aufderen Stock sich auf der obern Hälfte nur bloß männ-liche/ auf der untern aber allein weibliche vorfin-den. Jede Art irgend einer Grasgattung wird in derihr von dem Ritter nach dessen Grundsätzen angcwie-feiten Classe beschrieben werde»/ und ob wir schonVorgänger in diesem Fass genug hatten/ jede Gras-art alleinc nach der Anzahl ihrer Träger zu claßifici-ren/ ohne auf die Trennung der weiblichen von denmännlichen/ oder die Verbindung der männlichen/ weib-lichen und Zwittcrblüchen Rücksicht zu nehmen/ so fol-gen wir dennoch hier der Linncifchen Rangordnung/es seye nun Ursache/ daß wir von dem Unverdiensieder von einigen aus ihren Pfianzenverzeichnissen weg-gelassenen Classen noch nicht überzeugt wäre»/ oderdaß wir das Vorzügliche dieses so genannten emen-dirten Linneischcn Systems noch nicht in seinem volle»
Gewichte wahrzunehmen, Einsicht genug hätten.
Saamengehäuse haben die Saamenkärner oberdie Frucht der Grasarten nicht- Ihr Saame istallemal nackt , oder vielmehr unbedeckt. Zuweilenvertretten theils die Spelze»/ theils die Bälglein dieStelle des Saamengehäuses, indem sie an dem reifenSaamen gleichsam angewachsen, und schwer von sel-bigen abzusondern sind. Der Saame der Gräserist seiner Figur nach rundlicht/ oval/ kreuselför-mig oder umgekehrt eomfch, länglicht, rund, und
B 4 auf