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12 (1785) Von den Gräsern : nebst einem vollständigen Register und sieben Kupfertafeln / Carl von Linné
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Sechste Elaste.

Gräser, diejenigen/ die es nicht besitzen/ haben wir/ indem wirdem grösten Theile nach das wichtigste aus gedachtemWerke genommen, uns einer so verdienstlichen als füruns lehrreichen und angenehmen Beschäftigung unter«zogen einer Beschäftigung/ bey welcher wir auchunter allem dem damit verbundenen angenehmen/ wirdennoch und zwar nicht selten der unangenehmen Lageausgesetzt waren, nicht alles and jedes, was indiesem allerersten und einzigen uns Deutschen zum ewi«gen Ruhme gereichenden Werke, über das Gras unddessen Theile mit so viel Genauigkeit als Schönheitausgesprochen worden, auch hier wörtlich anmer-ken zu dürfen. Daß «S Pflicht ist, für unsere Leser,auch in der Folge bey botanischer sowohl als ökvno»Mischer Beschreibung einzelner Grasarten, aus gedach-ten Werke Nachrichten einzuholen, sie mitzutheilen,erkennen wir so, wie wir sollen.

Der Gebrauch der Gräser ist von sehr weitemUmfange, und theilet sich in dem, den die Natur da-von mochej, und in denjenigen, den der Landmann,Arzt, Manufakturist, Künstler rc. davon machen. DieGräser dienen zwar im allgemeinen den wiederkäuen-den Thieren zur Nahrung, so wie die Saamcnkörnerden Menschen und Vögeln, doch hat der Schöpfernicht allen alle Gattungen zur Speise bestimmt, viel-mehr sind ihre Naturtriebe so eingerichtet, daß einejede Gattung von Thieren nach gewissen Grasgattun-gen vorzüglich begierig ist, und manche gar unberührtstehen läßt. Der Geschmack so verschiedener Artenzeigt sich auf eine eben so verschiedene Weise. Wäs.serig, süßlich, salzich, oder bitter sind vielleicht ebenso viel Hauptgatlungen des an den Grasarten zubemerkenden Geschmackes, unter welche sich nach derverschiedenen Empfindung so mannigfaltiger sich vonselben nährenden Geschöpfe, noch mehrere Arten, dieaus der Verbindung dieser Gattungen entstehen, brin-

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