Von den Gräsern überhaupt. 27
gen liessen. Bald ist eine Grasart vom Geschmack Glaser,milde und süß, und schmilzt von selbst in dem Mun.de, da hingegen eine andere hart, herbe und beynahefast gar nicht genießbar ist. Hieraus ist nun leichtabzusehen, warum ein Thier diese zur Nahrung, einanderes wieder jene Grasart genießt, und zu ihrerNahrung ausmahlt. Es erhellet dieses aus den vowdem Herrn Archiater von Lmne, in der dem 2tenBande der Amaen. Acad. unter dem Titel PanSuecus einverleibten und von Herrn D. N. L. Hef.seigren vertheidigten Streitschrift, mit dem Rindvieh,Pferden, Schaafen, Ziegen und Schweinen gemach,ten Versuchen und Erfahrungen, woraus man die ei.ner jeden von eben benannten Thieren mehr oder wc.niger geachteten Grasarten leicht erkennen kann. HerrPros. Gleditsch hat in dem ersten Bande seiner ver-mischten Abhandlungen S. 259. noch nähere Ver.suche, insbesondere mit Schaafen, in dieser Absichtbekannt gemacht. Man sieht daraus, wie die Schaa.fe verschiedene Grasarten genießen, die dem Rindviehszu hart, scharf, oder ungcschmack vorkommen. DieKühe hingegen weiden auf verschiedenen Landstreckenohne Nachtheil ihrer Gcsuurheit verschiedene Gräserab, die jenem schädlich seyn, und nicht selten Raubeund mancherley Hautkrankheiten veranlassen würden.
Böcke und Gciße fressen Gewächse, die dem Wollcn-vieh nicht selten tödtliche Krankheiten verursachen wür«den. Die Pferde fressen gerne sogenannte Riedgräserab, welche das Rindvieh wegen ihrer Harte unberührtstehen lassen. Die Schweine, so § wenig sie sonst ir.gend ein Gewächs auszufchlagen pflegen, sind dennochin Absicht der Gräser sehr delikat. An Versuchen,welche Gräser dem Hirsch und Rehwilde angenehmoder zuwider sind, fehlt es uns bis jetzo noch.
Ausser dem allgemeinen Gebrauch der Körner deSRockens, der Gerste, des Werzens, Rrißes rc. zu
Brod