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12 (1785) Von den Gräsern : nebst einem vollständigen Register und sieben Kupfertafeln / Carl von Linné
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Sechste Classe.

Gräser. Diejenigen Gewächs«, von welchen bisher, und in derFolge noch mehr die Rede seyn wird, sind allemal undschon von jeher unter den Namen Gräser und Gras-pflanzen beschrieben und abgehandelt worden. SelbstBauhm nennte uns unter dieser Benennung schonohngcfehr zweyhundert Arten. Spätere Krautcrleh,rer, wie Bournefort/ haben die Gekreydeartcn unddie mit selbigen in Verwandtschaft stehenden Gewächse,unter den Gräsern mit unter eigenen Gattungen be.schrieben, und von den eigentlichen Gräsern über zwey.hundert Arten bekannt gemacht. Rai (Meth. Gratn;Lond. 170J. 4.) war wohl mit einer der ersten, vonjenen Dotanisten, welche die Gräser in ährcn. undrifpenblumige abtheilten. Eme ähnliche Methodelegte Scheuchzer in seiner Beschreibung der iÄräserzum Grunde, in welcher er uns die Namen von fast vier.hundert Arten angab. Monti (krodr. 5nrr>. Bo-non. 1719. 4.) theilte sie in graßblätterichte undeigentliche Gräser.

Herr von Haller theilte die ganze Familie derGräser nach der Anzahl der Bälglein in vier Abthei.lungen ab, wovon alsdann in die erste Abtheilung»der Classe diejenigen Grasarten zu st,her« kommen,welche drey, in die zwvte, welche sechs, in die dritte,welche nur ein einiges, und in die vierte, welche zweyBälglein haben. Unter die letzte Classe ist die grösteAnzahl der Gräser gebracht worden, die so wie dieGelreydearten zwey wahre Krvnblätchen oder Spel«zen besitzen, die in einem zweyblätterichten Kelch ein.geschlossen stehen. Unter dieser Classe machen diejeni.gen Grasarten die erste Abtheilung aus, die gar kei.uen Kelch haben, oder denen die Bälglein fehlen,die zwvte diejenige, die ein einziges Bälglein, diedritte die zwey Bälglein, die vierte deren Kelch undKrone aus zwey Blätche« besteht, oder deren Kelch«u6 zwey Bälglein,^und deren Krorie^auS zwo Spel«