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1 (1827) Das Weltgebäude im Allgemeinen / von Johann Gottlieb Sommer
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150
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zum Grunde ihrer Zeitrechnung gelegt. Diese Zeit wirdein Sternentag genannt, und alle Sternentage sind,nach den sorgfältigsten hierüber angestellten Beobachtungen,sich immer höchst genau gleich. Sie werden gleichfalls in24 Stunden, die Stunde in 60 Minuten u. s. w. einge-theilt , und die Astronomen zählen von i bis 24 ununter-brochen fort.

Es ist willkürlich, welchen Augenblick man für denAnfang des Sternentags annimmt, indessen war es doch,um der Uebereinstimmung willen, nöthig, daß sich dieAstronomen über einen bestimmten Punkt in dieser Hinsichtvereinigten. Man hat es am schicklichsten gefunden, einender Punkte, wo sich der Aeguator und die Ekliptik, diesezwei so merkwürdigen Kreise des Himmels, durchkreuzen,und zwar den Frühlingsnachtglcichenpunkt, zum Anfangs-punkte des Sternentages zu machen. Da die Sonne am21. März in diesem Punkte der Frühlingsnachtgleiche steht,so ist an diesem Tage der Anfang des Sternentages mitunserm Mittage einerlei. Am folgenden Tage aber beträgtdie Abweichung schon z Minuten, 56 Sekunden, 52 Ter-tien in Sternenzelt, d. h. die Sonne kommt fast um 4 Mi-nuten später in den Meridian als her Frühlingsnachtgleichen-punkt. Um so vieles ist daher auch ein wahrer Tag längerals ein Sternentag.

Um das wahre Verhältniß dieser verschiedenen Zekt-eintheilungen zu einander im Ganzen übersehen zu lassen,wollen wir noch Folgendes hinzufügen. Man nehme an,daß an irgend einem bestimmten Tage der Anfang desSternentages mit dem Anfange des mittlern