Band 
Zweite Abtheilung.
Seite
26
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dürften die Gebeine lange Zeit auf der Boden - Oberflächegelegen haben 5 denn um zerbrochen zu werden mussteihre Zersezzung bis zu gewissem Grade vorgeschritten seyn.

Süss wasser - Kalke.

Aus den bis jezt erwähnten Thatsachen geht hervor,dass in gewissen Landstrichen die Erhebung basaltischerMassen erst statt gefunden, nachdem ein Theil der jüngerndiluvianischen Gebilde abgelagert war. Aeltere Erzeugnissedieser Gruppe, unterhalb solcher Gesteine ihre Stelle einneh-mend, müssen bereits bestanden haben, als jene Katastropheein trat. Mehrere Gegenden Frankreichs , die Auvergne , Ve-lay, Languedoc , die Provence, ferner Sicilien u. s. w. habendenkwürdige Erscheinungen aufzuweisen, Erscheinungen wel-che darthun, dass basaltische Ausbrüche in sehr ungleichenPerioden sich ereigneten, namentlich in den neuern Zeitender Kalk - Bildung; denn ein Theil dortländischer Basalteund der sie begleitenden Brekzien und Tuffe ist spätemUrsprunges als die meisten Absäzze aus süssen Wassern.Vulkanische Produkte sieht man gemengt, auf eigenthümlicheWeise verbunden mit Ablagerungen solcher Art. Bruch-stücke von Basalten und basaltischen Schlacken zeigen sichin geringerer oder grösserer Häufigkeit zerstreut durchLagen mergeligen Kalkes. Tuff-Massen, so beträchtlich inAbsicht ihres Umfangs, dass sie für Lager gelten können,werden umschlossen von Kalk-Schichten getroffen, und kal-kige Massen von bedeutender Grösse sind in der Mitte desbedeckenden Tuffes enthalten. Auch Gängen-ähnliche Spal-ten im Tuffe, jedoch meist von geringer Erstreckung, wer-den durch Kalk erfüllt. Und in allen diesen Fällen ist dieVerbindungs-Linie neptunischer und vulkanischer Felsartenbald scharf begrenzend, bald mehr regellos. Die von vul-kamschem Material umschlossenen Kalktheile und Lagen