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schaffenheit. Der Kalk ist weiss, thonig, weich, führt spar-samer Versteinerungen, dagegen hin und wieder Meniliteals Einschlüsse. Auf den Wandungen blühet kohlensaures Na-tron aus. Ein Oolith-artiger Süsswasser-Kalk tritt in unter-geordneten Lagern auf und geringmächtige Bänke sehr reichan Indusien erscheinen unterhalb der höchsten Schichtenvulkanischen Tuffes; einzelne Röhren, zum Theil von be-trächtlicher Grösse, trafen wir in Menge lose zerstreut aufdem Abhange des Berges.
Die Lagen des Tuffes, mitunter bei 20 F. mächtig, ge-schichtet , auch regellos Säulen - förmig abgesondert, oderkugelicht mit konzentrischen Schalen, wie Basalte, finden sichden kalkigen Schichten so vollkommen parallel, sie tragenso manche Merkmale allmählicher mit Ruhe statt gehabterAbsezzung aus Wasser , dass man geneigt werden könnte,sie für Anschwemmungen gelten zu lassen, wenn nicht anandern Stellen desselben Landstriches Erscheinungen wahr-genommen würden, die mit solchen Ansichten nicht wohlvereinbar sind, welche im Gegentheil auf Hebungen hin-weisen.
Puy de la Poix und Puy de Crouel.
Unfern des Weges von Clermont nach Pont du Chateauüberragen, gleich Inseln aus vulkanischem Material gebildet,der Puy de la Pots und der nachbarliche Puy de Croueldie kalkige Ebene. Vulkanische Konglomerate oder Tuffe,mehr und weniger reich an Kalk-Theilen und bald von grö-berem bald von feinerem Korne, sezzen die regellos Kegel-förmig gestalteten Hügel zusammen. Die Tuffe erlangeneine Festigkeit, welche mitunter jener der Basalte wenignachsteht. Häufige Spalten durchziehen ihre Massen undBergtheer entfliesst denselben in geringerer und grössererMenge, so dass die Wandungen davon wie mit einem glän-zenden Firniss überzogen sind. Nieren blauen Chalzedons,