43
felhaft auch Alles war, was darüber bekannt geworden,lange gegen den entgegengesezten Glauben und folglich mitihm erhalten *. Während die Abwesenheit der Petrefakten,namentlich der Mangel aller meerischen Ueberbleibsel inBasalten, Anamesiten und Doleriten — denn dassvon organischen Einschlüssen welche basaltische Ströme mitihrem untersten Theile umwickelten **, oder von solchen, diein vulkanischen Tuffen und Brekzien getroffen werden, nichtdie Rede sey, bedarf kaum der Erwähnung *** — von vielenGeologen benuzt wurde f um die vulkanische Abkunft jenerGesteine darzuthun, betrachteten Andere gewisse Erschei-nungen durch den Nebel des Vorurtheils, um gegen die Na-tur die Bildung der Basalte auf nassem Wege zu verthei-
*Noch im Jahre 1818 wurde von einer berühmten Wissenschafts-Akademie hinsichtlich der Basalte in einer „Instruction pour lesvoyageurs naturalistes“ die Vorschrift e’rtheilt: ,, On obsernera sices roches renferment des debris de corps organises et Von aurasoin de recueillir des echantillons dans leurs divers etats.“
** Bei Aurillac im Cautal findet man in den tiefsten Theilcn einessolchen Stromes Siisswasser - Muscheln eingehüllt, die beträchtlicheLhnwandelung durch Feuer zeigen. (Scnorc, Volcanos ; p. 107.) —Von manchen Laven , die dem Pico de Teyde entströmten und dasMeer erreichten , weiss man , dass sie Muscheln und selbst in be-trächtlicher Zahl umschliessen; bei Basalten , welche auf dem See boden flössen, würden ähnliche Erscheinungen nichts weniger alsüberraschend seyn.
»ans Wir haben in der I. Abtheil. S. 331 ff. anf manche der wichtigemErscheinungen solcher Art hingewiesen und wollen hier, um nocheiner interessanten Thatsache zu gedenken, die vor wenigen Jahrenaufgefunden wurde, an die Abdrücke von Meeres - Pflanzen erin-nern, welche Rüppeix im vulkanischen Tuff auf Lipari beobachtete.(Zeitsclir. für Min. Jahrg. 1826, I. B., S. 1 ff.) — Es sind diessVorkommnisse, die nicht befremden können , ja man wäre im Ge-gentheil berechtigt sie in grösserer Häufigkeit zu erwarten, so na-mentlich in der unmittelbaren Nähe tlüitiger Feuerberge deren Fussvom Meeres-Wasser bespiihlt wird und wo Konglomerate und TuffeSlc h fortdauernd bilden, ferner bei submarinen Ausbrüchen, wie sol-che seit der geschichtlichen Zeit int Griechischen Archipel, in denAzoren u. s. w statt gehabt.
T So u. a. schon von Raspe. S. Phil. Transact. Vol. LXI, p. 581.