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[Siebenter Band. - Neunter Band.]
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Azor, Handschuhe und Strümpfe aus Pfer-dehaaren.

-bekanntlich fallen den Winter hindurch den Pferden dieHaare nach und nach aus, daher man eine Menge beymStriegeln erhalt. Sortjrt und krempelt man sie so werdensie einer Welle ähnlich, lind geben einen Azor. Die Be-reitungsart hat Herr Reutter der Jüngere, Oberthierarjtin Dresden, folgcndergestalt angegeben:

Ich nahm 7 Pfund 26 Loth Pferdehaare, die beymHären abgiengen, und ließ sie von Schmutz und Schweißreinigen. Der Abgang war 16 Loth. Zu diesen wurdennun i Pfund 8 Loth Schaafwolle gemischt, alsdann ge-krempelt und zu Garn gesponnen. Nach dem Spinnen wogdas daraus verfertigte Garn 6 Pfd. 8 Loth. Davonwurden 4 Pfund genommen, und daraus 14 Ellen Zeuggewebt. Nach der ersten Walke war er H, und nach derzweyten z Elle breit, und dem Azor ganz ähnlich. Dieübriggebliebenen 2 Pfd. 8 Loth Garn wurden aufgehoben,um daraus ein Paar große Mannsstrümpfe und einigePaar Handschuhe zu verfertigen,

, Der Kostenaufwand ist folgender:

Die Schaafwolle darzu Rthlr. gr.

Das Spinnen und Kämmen nebst

Baumöl r 4 gr.

B 4 Der