Band 
[Siebenter Band. - Neunter Band.]
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Erdsalz nicht bey sich führen, ohne welches doch keine Far-be aus Krapp schön und dauerhaft aussagt. Diese Krei-de ist seitdem ein neuer Gegenstand des Handels gewor-den, und ich nehme gewöhnlich einen Theil auf 4,5 bis6 Theile Krapp.

Um aber Farben aus Krapp mit aller Lebhaftigkeitzu erhalten, muß man auch auf den Grad der Warmedes Bades sehen. Eine niedrige Temperatur wird die Aus.jiehung und Anziehung der färbenden Theile nur langsamv»r sich gehen lassen, wenn sie aber zu hoch ist, so begün-stigt sie zu gleicher Zeit das Anhangen dex falben Theiledes Krapps, welche die Nuancen der Farbe, die man ger-ne haben möchte, verdunkeln und sicckigt machen; nurSchwarz gewinnt bey einem heißen Bad. Immer habeich bemerkt, daß wenn man das Feuer unter dem Kesselwegnimmt sobald man die Hand nicht mehr in dem Wasserdesselben halten kann, und man das Krappsärben zwey oderZ Stunden fortsetzt, man sich einen glücklichen Erfolg ver-sprechen kann; der Dfen nemlich behalt dann noch War-me genug, um das Wasser in der »reinlichen Temperaturzu erhalten, vorzüglich wenn man sich, wie gewöhnlich,großer Kessel bedient- Sonst würde es sehr schwer haltenmittelst des Thermometers bey großen Oefen einen bestimm-ten Grad der Temperatur immer zu erhalten.

Die falben Theile des Krapps sind so wie bey an-dern Farben wahrscheinlich die färbenden Bestandtheileselbst nur O,"ygen verbunden. Das Produkt dieser Verbin-dung Laß: sich, wenn es mehr Auflösbarkeit erhalten hat,

nichts