Wein-
palme.
Der
Palnl-
rvciii.
6z Erste Classe. Erste Abtheilung.
und dicker, halt abcr nicht so fest in dcr Erve, als dievon dein Kokosbanmc; deehalben auch die Weinpalmeleichter von dem Winde um »ertfsen wird. Sie muß zumwcmtchcn zwanzig Jahre alt seyn, um Früchte zu tragen,und soll ihr weiter bis auf zwcyhundcrc Jahre bringenkönnen.
2lm meisicn ist dieser Palmbanm wegen den wein-artigen Saft berühmt, den man davon bekommt ; undwelcher auf Mlllestsch Touakka, bey den HolländernTowak, und IN ^(tnbotna Tua gcncnnct wird. Sei-nen Namen, Iagerboom , soll er von dem braunenZucker haben, der davon gekocht wird, und in AlldvsttMlaA'ava hecht; wovon die alten den lateinischen Namendeß Zuckere, Saccharum, gemacht haben sollen; gleich-wie auch die Maleyrrden harten Kandclznckcr nochLac-car nennen. Der gelbe Saft, welcher aus den reifenFrüchten gepreßt wird, heißt im MalabllNscheil Punatund Punata; die Blatter des Baums nennt man Ola^wie auch die von dein Kokoobani».
Dieser Palmwcin abcr wird nicht, wie sonstcn,aus dem Stamm dcr Baume abgezapft, sondern aus denBlumenkolbcu, welche MajangS oder Schifflcm, heisscn,gleichsam gcinolkeu. Gewisse Indianer, die mau dekwc.gen sPeiÜkraarL nennet, machen ihr Geschäfte daraus,täglich in dieser Absicht auf die Baume zu steigen. Die-ses thun sie durchgehende an Baume», c;c mit verschiede-nen Kolben belade» sind; sie drücken aledenn eine solchegeschlossene Kelbc, oder reibe» dieselbe so stark, daß alles,was darinnen ist, zerquetscht wird; hierauf, nach einemVerlauf von drey Lagen, schneiden sie vorucn ein kleinesStück ab, binden den Stengel an einen Blatsticl vcst,rmd hangen einen Topf daran, tvclcher dann von demheraustricfendcn Saft über Nacht voll wird. Täglich mußman alsdann von dem Kolben ein neues Stück abschnei-den, und also trieft er so lange, bis dcr ganze Büschel»der Kolbc abgeschnitten ist. Man kann inzwischen die
übrigen