2 . Galt. Die Weinpalme. Boraslus. 6z
übrigen Blumenkolben, die an dem Baume sind, Früchte 9'§cinetragen lassen. Wenn man nnn Zucker davon kochen will, p iilme.so werden die Topfe innwendig mit Kalk bcstrichen, wel-ches den Saft, der auch Suva von einigen genennet wird, L>-ntar>dicker macht und seine Süßigkeit erhalt. Dieser Saft S 11C ^ C|: -wird über einem gelindeuFeucr zu einem dickenSyrnp/Lai'-poene genannt, gekochet, hernach in längliche Körbleingegossen, und im Rauche vollends getrocknet; wovondenn der vralinc Lonrarziicker kommt, den man Iagaranciinet. In Aclva machen sie kleine Znckcrhütc davon,die sie in Blatter wickeln und also zu Markte bringen.
Sie vcrmcngcii ihn auch wohl mit dein Saguerzucker,welcher brauner und schmieriger ist, auch nicht so gut inden Speisen, noch so angcnchin aus der Hand zu essen.Gleichfalls aber wird auch der Lontarzuckcr feucht und zer-schmilzt, trenn man ihn nicht an einem trockenen Orteverwahret. Wenn ein Fremder etwas zuviel davon ge-nießet , so verursachet er wohl zuweilen die rothe Ruhr,dennoch aber halten ihn die Indianer vor sehr gesund.
In Aavcl und den andern ostindischen Inseln Ina- ^ *chcn sie sich nicht soviel aus den Früchten dieser Baume,als in Ceylon und auf der Küste von Cor0MMldel. Frü ch.Daselbst sind sie nicht allein auf den Saft der jungen tcn. ,Saamcnkorncr febr verlcckcrt, sondern inan macht auchselbst aus dem Fleisch der reifen Früchte eine Art voirKuchen , Punata genannt. Die Art und Weife, wiesie diß Fleisch auswaschen, den Saft rciiiigen, und umihn zil verdicken auf Matten gießen und daselbst trocknenlassen, wäre übcrflüßig hier zu beschreiben., Die zuÄeNcclselb' inachen bey Zubereitung dieser Frucht nochweniger Umstände, und gicßcii den ausgepreßten Saftschlechthin in große Schüssel,>, ivo sie dann etwas Rciß-mcel darunter mengen und auf solche Weise eine» Breydaraus machen. Also erhalten sie die Kerne besonders,welche sie hernach in eine Grube werfen, wo sie alsdenngewisse Schossen treiben, welche fast wie Pastiuakwurzelnaussehen, und deren sie sich auch häufig zur Speise be-dienen,