76 Erste Classe. Zwote Abtheilung.
Sagou- Mitte breiter, doch auch ein wenig zusammengehalten,
xalme. und haben ain Rande weiche Dornspitzcn. Weiter hin-ab bildet sich der Stamm, welcher beynahe schon die Dickehat, welche der Baum künftig haben soll. Dieser schießtdann schnell in die Hohe, und wirft endlich seine Dornenab, behält aber Kerben von den abgefallenen Blattern,welche zu Staffeln dienen, um daran hinauf zu steigen.An dem ausgewachsenen Stamm stehen die Stiele meistaufrecht, und haben zu unterst eine hohle Rinne oderSchaufel, ohngefchr einen Fuß breit, womit sie den Gi-pfel des Stamms und einander selbst umfaffen. DieseSchaufel, nebst ihrer innern Haut, die man davon ab-ziehen »nd zu allerley gebrauchen kann, wie auch die dar-aus verfertigten Gefäße nennen die Indianer LorvL-rvNF und Coroero. Die Blatter oben an dem Stammsind zwanzig bis fünf und zwanzig Fuß lang, hcisscn,wenn sie verdorrt sind, Gabba - gabba, und werden,nachdem man sie sowohl von deii Seitcnblaktlcin, als vondem untersten schaufelfdrmigen Theile befreyct hac, alsStangen oder Stöcke zum Gebrauch aufgehoben.
So lange der Skainm noch nicht ausgewachsen ist,so hat er rund um die Wurzel herum stachlichc Zweige,welche machen, daß man sich ihmc nicht unbcschädigetnahen kann, und daß man nicht durch dergleichen Wäl-der oder Gebüsche leichtlich durchkomint, ohne im Ange-sicht, oder an Handen und Füßen, von diesen Stachelnverwundet zu werden. Es ist aber dieses eine wunder-bare Vorsorge der Natur, wodurch diese Baume vor denwilden Schweinen beschützet werden, welche sonsten dasGewächse, um das Mark davon zu gcnieffcn, in seinerJugend verderben würden. Die Scheide, woraus dieBlatter hervorkommen, ist zwölf bis fünfzchcn Fuß lang,und einen Arm dick; man kann oben wohl eine Elle langdavon abschneiden, um Kleider davon zu weben, ohnedaß solches dein Wachs hum des Bainns einigen Nachtheilbringet. Die Substanz dieses Baumes ist sehr schwam-mig; von auffcn hat er nur eine Art von Rinde, zween
Fin-