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1 (1777) Von den Palmbäumen und andern Bäumen / Carl von Linné
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90
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go Erste Classe. Zwote Abtheilung.

Kokos« Betracht dir vorzüglichsten. Sie erheben ihren Stammbäum. und Gipfel über alle andere Bäume. An Schönheit ge-ben sie dem Dattelbanm nichts nach; und ihre Früchte die«ucn zur Nahrung der Leute in Ost- und Wcstmdien.Einige erklären sie vor die brauchbarsten Bäume in derganzen Welt, um des mannichfaltigen Nutzens willen,den man auch von ihrem Stamm, Wurzeln und Blatternhat. RuMpI) hat daher in seinem YMboimscheN Kräu-terbuch den Anfang damit gemacht.

Der Kokosbaum gehört sowol zu den weingcbendcnÄs zu den nüssetragcnden Palmbäum^, wiewohl man ihneigentlich zu den letzten rechnet, weil ihine solche Eigen-schaft in diesem Grad allein zukommt. Denn ob manschon seinen Saft gebraucht, um Arak daraus zu machen,so könnte doch solches vielleicht mit dem Safte des Lontar-banms und anderer eben so wol geschehen; da man hinge-gen sonst keinen Palmbaiim mit solchen Früchten findet,die sowol Speise, als Trank gebeit. Darum führt er auchüberhaupt den Nainen, kalma Coccifera, nüssctra-gender Palmbaiim, eben so wie der Vorhergehende der in-dianische Mehl - oder Brodbaum gencimet wird; imdeutschen und holländischen heißt er auf den

meisten ostmdischen Inseln aber AalapPUöbtNlM. Die-ser letztere Name stammet von dem javclNlskhkN WorkCalappa her, und daher führen die Nüsse in Ost.ndiengemeiniglich den Namen, Kalappus- oder Klappernüssr,und in Westindien heissen sie Kokos- oder Kokernüssc.

Dieser große Kokos, oder Kalappusbanm hat einenBe» sehr geraden Staunn, welcher nach seiner Höhe nicht dick,schrei» und einigermassen dem Stamm eines Tannenbauins ahn«düng. lich ist, ausgciiominen daß er beynahe durchaus von glei-cher Dicke bleibt, und oben an der Spitze wiederum dickerwird. Er bekommt, wider die Gewohnheit anderer Bäu-me, schon in seiner Jugend seine Dicke von einem Fußund drüber, und wenn er seine gehörige Härte hat, sosteigt er damit bis zu einer Hohe von sechzig, ja zuweilen