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1 (1777) Von den Palmbäumen und andern Bäumen / Carl von Linné
Entstehung
Seite
91
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5. Gatt. Die Kokospalme. Cocos, 91

von sicbenzig bis achtzig Schuhen. Bey der Wurzel, KokoS»da der Baum wohl zween Fuß dick ist, macht sein Stamm Palme,«ine Krümmung, und um deswillen stehet der Baum durch-gehends ein wenig schief. Er hat keine Acste ausser denZweigen oder Vlatsticlen an dem Gipfel, welche seineKrone ausmachen. Diese schliesscn unten dicht aneinan-der, und breiten sich nach allen Seiten aus , einige davonhangen auch niederwärts; da wo sie entstehen sind sie wohleine Spanne breit: werden aber alsdcnn bald nur so dickals ein Fuß und weiter hinauf wie ein Arm, und habeneine Länge von zwölf bis scchzchen Schuh. An der obernSeite sind sie halb hohl, wie eine Rinne, und haben bee«dcrscits einen scharfen Rand; werden aber allmählichflächer, niid sind unkeii rund, kahl und eben. IhreSubstanz ist nicht holzig, sondern schwammig und zäh; s»daß sie in der That mit mchrcrcin Recht Zweige oderBlatsticlc, als Acsic, genennet werden können.

Diese Blatsticle nun sind drey oder vier Fuß weit Dievon ihrem Ursprung an kahl, aber weiterhin zu beyden Blatter-Seiten mit langen, schmalen, fast roh^ - oder schilfahnli-chen Blättern besetzt. Diese Blätter haben eine schwerdt-förmige Figur, sind zwischen zween und drey Schuh lang,völlig zween Daumen breit, und am Ende spitzig; übri-gens nicht scharf oder rauh, sondern eben, glatt und steif,und mit vielen Fäden gleichsam durchzogen; ihre Farbeist anfänglich gelblich, und hernach grasgrün. Durchdie Mitte eines jeden Blats lauft der Lange nach eine hol-zige Ribbc. Der znsaminengesctzte oder gemeinschaftlicheBlatsticl schießt mitten aus dem Gipfel wie ein Pfeil oderHorn auf, wie solches auch au andern Palinbäumen be-merkt wird, und die jungen Blätter werden auf die näm-liche Weise, wie bey den andern, benutzet.

Eben so verhält es sich auch mit der Fruktification. DieDer Kokosbaum gibt nämlich auch einen Sack oder eine Blu»Scheide, die in, lateinischen Spatha, und auf maleyisch meu«Majang heißt, und einem Schifften, gleicher; welche schttde,

Scheide