5. Gatt. Die Kokospalme. Cocos. 93
Immer zwischen den Blatstielen hcrfstr, und hangen also KokoS-drcht unter der Krone des Baume in der ganzen Rundung Palme,herum.
Die Kokosnüsse, von denen hier die Rede ifT, sind _.so groß, als der Kopf eines Menschen, und von eyförmi-ger, am Ende aber stumpf zugespitzter und dreyeckiger Fi-gur; einige rothlich, andere von grünlicher oder bleich-grauer Farbe. Sie habe» eine schwammige Hülse, zweenbis drey Finger dick, welche auswendig glatt ist, und «in-wendig durch ihre ganze Substanz gleichsam aus haarigenFäden bestehet. Hierunter liegt nun die Ruß, welche,nachdem sie ausgewachsen, von verschiedener Große ist.
Ihre Schaale ist anfänglich knorplich und bleich, wirdaber hernach holzig oder beinhart und bekommt eine brau- -iic Farbe; und ist rund um mit Fäden besetzet, von denenman sie aber reinigen und glatt inachen kann. An demdicksten Ende haben diese Rüste drey riindlichc Flecken,welche eingedruckt und von anderer Farbe stnd, und ma-chen, daß ste cinigermasc» ein Asfengcsicht vorstellen.
Bey den ausgewachsenen Rüsten if? innwendig unter die-ser Schaale ein hohler Kern, dcscii Slibstanz wie beyeiner Haselnuß best asten ist, und dosten Dicke nur unge-fchr emcii Finger breit ausmacht; die Hohle dieses KernSenthält durchgehciids einen Saft, w elcher, wenn er nochkt.chc vcrdorven ist, einen sehr angenehmen Geschmack hat.
Der Nutzen dieser Früchte ist in ihrem Vatcrlandcsehr groß. Man hat die Rüste in viclcrlcy Zustand zn 11
Lckracktcn: erstlich, wenn ste noch ganz jung; zwcytenö,wcim ste ansgcwachscn stnd, aber noch eine zarte Schaalehabe»; drittenö, wenn die Schaale hart worden; undendlich, wen» üc alt stnd. Die ganz jungen Rüste stndra eä unreif, die ausgewachsenen aber, deren Schaale nochweich und biegsam ist, sind so voll von einem sehr ange-nehmen Saft, daß derselbe, wenn sie scharf ausgedrucktwerden, gleich einem Strahl heraus schießt. Dieser Saft4»bt Vor zwey Personen einen guten Trunk, und man kann
sich