s. Satt. Die Kokospalme. Cocos. 97
§n einigen Landern aber hat man gewisse Sirikleitern Kokos-dazu, bey denen es aber mit dem Hinaufsteigen nicht so Palme,hurtig zugeht. Zuweilen hauet man gar gewisse Kerbenin den Stamm, um die Füße desto sicherer und fester stel-len zu können; und in dem festen Lande von Indien schlingtman zu dem Ende ei» Seil um den Baum, und befesti-get solches mit Nageln daran. Diß letzte thut bey dem Be-steigen solcher hoher B umc sehr gute Dienste, deren Stäin-me fünfzig bis sechzig Fuß hoch sind, und die man den-noch, wenn uian den Wein abzapft, des Tags zwcymalbesteigen muß, um dasjenige zu holen, was in die ange-hängten Tcpfc oder Flaschen gelaufen ist. Diese Flaschenhängen die Indianer an dcn Lcib oder lassen sie nut einemSeil herunter.
Von dem Kokosbaum und dem maiinichfaltigen Ge- Ge-brauch seiner Früchte gibt Herr Hsbeck, welcher sich im brauchJahr 1751 inAllVll aufhielt, und solchen zu beobachten ^ c . .Gelegenheit hatte, folgende Nachricht: „Der Kokosbaum,
„sagt er, ist ein sehr hoher, aber nicht sonderlich dicker„ Palmbanm, mit einer rauhen Rinde, und einem hjs an„ die Krone unzcrtheiltcn Stamm. Auf der Rinde wuchs„ ein weisscs mehliges Mooß. Die Nüsse, wovon etliche„ bey einander oben an dein Gipfel hicngcn, sahen auS„wicKohlhäuptcr, waren aber «in wenig dreyeckig. Die„ äussc>-ste Schaale oder Hülse der Nuß ist, wenn sie au-„ fängt reif zu werden, g.lb, und wird hernach braun.
„ Diese Hülse bestehet aus einer hanfartigen Substanz,„welche auch vorHanfvou den Javanern gebraucht, und„deshalb«» gemeiniglich vor dem Verkauf von den Nüs-„sen abgeschält wird; einen kleinen Streif ausgenommen,
„ welcher das Alter der Nuß anzeigen soll, nach dessen„Verschiedenheit dieser Streif grün, gelb oder braun ist.
„ Man kann aber diese Nüsse auch, wenn man will, un-„ beschädigt bckominen, in welchem Falle sie das frischeste,, mid meiste Wasser enthalten. Die faserige Hülse lasset„sich sehr gut zu Lunten und Stricken, die im Wasser aber„ bald verderben, gebrauchen. Die eigentliche Schaale,
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