5. Gatt. Die Kokospalme. Cocos. 103 •
Einwohner der NialdlVlscheN Inseln machen aus diesen Aokos»Baumcii ihre Fahrzeuge samt deren Masten, Sailcn und palmr»Lauwcrk, und beladen alsdcnn auch öfters dieselben alleinmit den Früchten davon. Und obschon das eigentlicheHolz an diesem Sramin nur sehr dünn ist und nicht über«inen oder zween Zoll in der Dicke hat, so wissen dennocheinige I idnuicr nicht allein glatte Kisttein und andereGerakhschaftcn daraus zn machen, die wegen den gelbenAdern auf einem schwarzen Grunde sehr zierlich sind;sondern dieses Holz wird sogar an viele» Orten, aus Man-gel eines besser», als Zimmerholz gebraucht, indem manPfosten, Sparren viid Latten zu gemeinen Häusern, Pal-lisaden zu Vestungswerke», und Pfähle zu Zäunen u. s. w.daraus macht. Uebrigens bestehet der Stainm gänzlichaus einem schwammigen und faserigen Mark, welches zunichts anders nützlich ist, als daß man es auf die Erdezum Verfaulen hinwirft, da es innerhalb einem Jahreinen guten Mist gibt, womit man die Fruchtbarkeit de*Gartenbeete befördern kann. Wenn man die Sägespanevon dein Holz in das Wasser thut und mit Kokossyrup ver-mischet , imd also einige Lage in der Sonne stehen laßt,so giebt es eine Farbe, welche die darem getunkte Lein-wand schwarz macht.
In dem Ichort. NaluHllr. werden fünfzehnerley NutzenArzncykräfte von dem Kokosbaum erzählet; wovon aber hxxviele die Probe nicht halten, oder sich auf abergläubische Arzney»Begriffe der Indianer gründen. So viel ist gewiß, daß kunst.die Milch und das Del davon, wenn sie frisch sind, zurLinderung und Stillung der Schmerzen dienen. Dieportuqiesischen Aerzw verschreiben das Kalappusöl mitVivlensyrup wider Husten und Engbrüstigkeit, und laffeirauch in der Gicht die schmerzhaften Glieder warm damiteinrelben; eben so dienet dieses Del auch bey der Gold-ader. Das Dckokt der Wurzeln wird in Fiebern und inder Ruhr gebraucht. Die junge Blüthe aus ihrer Schei-de genommen und mit braunen Lontarzncker gegessen, die-net wtder das Brennen im Urin. Die jungen Kokosnüsse
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