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1 (1777) Von den Palmbäumen und andern Bäumen / Carl von Linné
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102
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Aokos«

palmr,

Nutz«»

der

Blatter,

des

Stams

undHol

«cS,

pör Erste Classe. Zwote Abtheilung.

Stamm so hart, daß die Beile davon abspringen, wennman nicht ein wenig schief darein hauet; innwendig indemselben ist der Baum mit einem brockclichen Markeangefüllet. Räch oben zu wird das Holz nach lind nachbleicher, und ist an dem Gipfel, in einer Länge von unge-fehr hrcy Fuß , schneeweiß *, daselbst macht es samt demMark dasjenige aus, was man den Kohl oder Palinieeund sonstcn auch wohl das Palmhirn, Cerebrum Pal-McL, nennet. Diesen Kohl von dem Kvkosbaum haltman vor delicater, als den von aiidcrii Palinbäumen.

Die Blatter des Kokoebaums werden eben, wie dievon dem Lontar- und Sagoubaum zu Schiefern gebraucht,um die Häuser damit zu decken, da man sie denn l^lapnennst; wiewohl die von den letzter« hierzu besser unddauerhafter sind. Ferner inacht man auch Sonnenschir-me, Matten, Saile, Korblem und anderes Gesteckte dar-aus. Aus den jungen Blattern wissen die Indianer einPapier zu bereiten , das an der festen Küste von Indienzum Briefschreiben und svnsien gebraucht wird. Ein netz-artiges Gewebe, das mau an dem Ursprung der Blatterantust/ dienet zu einem Sieb bey der Bereitung des Sa-goumehls, wie oben gemeldet worden. Die grünenZweige gebraucht man, wie chemalen die Zweige des Dat-telbaums bey deii Israelikeii, bey Freudenfesten und Gast-mahleu z:ir Auszierung der Häuser imd deren Gemacher.Wenn die Einwohner des Landes jemanden ein Geschenkbringen wollen, es sey von Thieren oder von Früchten,so muß solches zu einem Zeichen des Friedens und derFreundschaft mit Kokoszweigen besteckt oder behänget seyn.Von diesen. Zweigen macht man auch eine Art von Netzoder Garn, womit mau, ob es schon gar nickt dicht ist,die Fische cinschlicssen und an das Ufer treiben kann.

So schwammig auch der Stamm der Kokosbäumeist, so ist derselbe dennoch zu Pfählen bey den Dämmender Flüsse, zu Grundlagen von Vcstungen und Bollwer-ken, und zum Aufrichten der Gebäude dienlich. Die

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