7.Osttt. Die Oelpalme. Eiais. rzx
umher sich ausbreitenden, gleichsam aus Anis und Körfcl Oelpabzns..n:nengesei.t:n Geruch von sich. Aus dein Keim der Mk.wcibl.chen Blumen wird eine eyfvrinige, stumpfe, un-gleich eckige und zusammengedrückte Frucht, welche grös-ser als ein Taiibency und auf einem gelben Grunde vonschwär; und rdthlichbnnter Farbe ist. Die äussere Schaaleoder Hülse dieser Frucht ist lcdcrartig, und hat ein dickes,faseriges Fleisch, welches so Voll von Del ist, daß mansolches leichtlich mit den Fiiigern herausdrücken kann;darinnen sitzt eine schwarze, der fange nach mit abgebro-chenen weißlichen Streifen gezeichnete Nuß, welche ey-förinig zugespitzt, ein wenig dreyeckig, an der Basis mitdrey Grüblein Versehens und drcyschaalig ist, und eine»hohlen Kern enthält.
Dieser Baum, welcher auf der Insel Martinique Palm!!»in den Gärten, aber nicht häufig vorkommt, soll, wieHerr AcksstUlN erzählt, von der Guineischen Küste da-hin gebracht worden seyn; auch hat er ihn nirgends inAincrika wild acfnnden, und ihm aus dieser Ursache denDcynamcn Guineensis beygelegt; die Franzosen nen-nen ihn Palmicr. Herr AacgUlN bezeuget, daß, nachder allgemeinen Sage daselbst, aus den zerstossencn undausgepreßten Früchten dieses Baums, das berühmtePalmöl, Oleum Palmarum, bereitet werde. Die-ses Del, welches man nicht wie das aus den Kokosnüssendurchs Kochen, sondern, wie gesagt, durchs Auspressenerhält, ist von einer wcisse» oder gelbliche» Farbe, hatiiisgcmein eine Consi'stenz wie Butter, einen lieblichenViolengernch, und auf der Zunge einen zarten und an-genehmen Geschmack; und ist daher ein schönes lindern-des, schinerzstillendes, stärkendes uiid auflösendes Mittel,
Wenn es frisch ist, mit der Zeit aber verdirbt es, undbekommt einen garstigen Geruch, lind wird alsd-nn nur, zum Brennen gebraucht.
Es scheint aber, es werde auch aus den Früchtenvo» andern Palmbäuinen ein solches Palmöl verfcr-igct.
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