8 . Gatt. Die Acecapalme. Areca, 147
scharf, daß man dieselbe nicht gebrauchen kann, ohne Areca»ihre Schärfe vorher durch Kalk zu mäßigen. Man cnt- bäum.blösset deshalben zuerst Ue junge und zarte Arccafruchkvon der äusscrn grünen Hülse; alsdenn schneidet man dieRuß j„ zwey oder vier Stücke, und davon nimmt manjedesmal eines zu geincldtcm Gebrauch. Dasselbe rolletman hierauf mit ein wenig Kalch von Austerschaalcn in«in Betelblat, oder thut eilt Stücklein von dem gedachtenlangen Pfeffer, tvelcher die Frucht von dem Lete! oderSiriboa ist, dazu, und steckt es also, öfters mit envatCatechu, in den Mund. Alte Leute halten mehr aufdie alten Nüsse, welche sie zuvor Wohl siosscu lassen,und hernach eben so, wie die jungen, mit Betel undKalch gebrauchen ; dieweil ihnen sonsteu das Kauen zubeschlverlich seyn würde. An vielen Lcrtcrn, wo derBainn nicht wachst, kann man auch keine andern, alsalte Nüsse bekommen, welche von andern Dertern dahingeführt werden; so gehet es wenigstens den Chinescrn,welche diese Nüsse von der festen Küste von Indien holenmüssen. Es geschiehet öfters, daß das Kauen dieser, so«wol alten, als jungen Nüsse gleichsam berauschet undtrunken macht, welches dnrchgchends denen zn widerfah-ren pflegt, welche diesen 5i;i-1-mar>g oder Pinang-Betel, wie man es nennet, noch nicht gewohnt sind,eben si> wie beym Tabakraiichen geschiehet. Ausserdemaber gibt dieses Kauen dem Mund einen gewürzhaftenund angenehmen Geruch, erwärmet das Geblüt und ver«schaft dem Angesicht eine lebhafte Farbe; benimmt über«diß den Eckel oder Wehfeyn aus dem Magen, starkerdas Herz, und wird auch auf den Schiff.» als ein Ver-wahrung-mittel für den Scharbock gebraucht.
-Dbschon dw Vermuthung des Herrn businn«
daß die Chincscr aus den Arecanüsjcn ihren Arak berci- nicnjte«Leu, wie er aus dem gleichlautenden Namen schließen bendewollte, gänzlich i'ngcgründer ist; so ist dennoch dieses Kraft»gewiß, daß diese Nüsse stark von ihnen gebraucht werden.Numph erzählet, daß dieChinefer die weggeworfenen
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