Buch 
1 (1777) Von den Palmbäumen und andern Bäumen / Carl von Linné
Entstehung
Seite
148
JPEG-Download
 

Hlrera«

bäum

^cha«denvondc-'eirMiß.brauch.

148 Erste Classe. Zwott Abtheilung.

Hülfen sorgfältig sainmlcn, um einen Trank daraus z»kochen, welcher wider langwierige Tauch- und Bluc-flüfle dienlich scye. Es ist auch gewiß, daß die Nüsseselber eine sehr zusammenziehende Eign schaff haben; undeinige behaupten, daß die Catechucrde der Apotheken,(.Terra Catechu) welche auch CaeKou oder Perrr^sponica heißt, nichts anders als der verdickte Saft vondiesen Nüssen scye. Daß solche wenigstens ferne eigent-liche Erde feye, kann man sicher daraus schließen, weil 1

sie sich im Wasser leichtlich auflöset, und nach dem Vcr- j

brennen wenig Asche ziirück laßt. Auch wird sie sehr nn- ;

eigentlich Terra |aponica genennct, indem sie sei« j

ueswcgs in Japan zu haben ist, sondern erst von M'la« j

bar, Suratte, Pcgu n»d andern Gegenden der festen j

Küste von Indien, wo die Hciinath der Arecabäinne ist, }

dahin gebracht werden muß. Caspar BlNlhlN undandere, unter denen auch der Ritter von s'lNNe ist, stnd 'daher der Meynung, daß die sogenannte Cakechucrdc dergetrocknete Saft von den Arceanüssen seye, Hingegenversichern andere berühmte Schriftsteller, und unter die-sen auch Garcias und Pontius, sie seye der verdickteSaft von gewissen stachlichcn Bäumen, welche dem Aca-rienbaunic sehr ähnlich seyen. Andere bestimmen sogardie Art von Acacia, wovon man sie mache; andere sa-gen, man nehme biclcrlcy Arten von Schlehen dazu;und wenn diese wegen ihren zusammenziehenden Kräftenbey uns berühmte Arzney eine Composition von den Saf-ten verschiedener Pflanzen ist, so ist es nicht unwahr-scheinlich, daß die Arecanüsse auch zu diefcin Ertract ge-braucht werden.

Der vorerzählte Gebrauch des Pinang-betel hatüber auch seinen Nachtheil. Rumph sagt; diejenige,welche denselben beständig sauen, verlieren dadnrch früh«zeitig ihre Z rhne, obfchon ein mäßiger Gcbranch dieselbebefestiget. Ueber dieses wissen die Indianer unter denPinang noch gewisse Dinge zu mischen, welche entwe-der ein wirkliches Gift sind, oder langsame Auszchrim-

1«K