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1 (1777) Von den Palmbäumen und andern Bäumen / Carl von Linné
Entstehung
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162
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Sannen*

Palme.

Der

Frucht*

büschel.

Erste Classe. Zwote Abtheilung.

Aus den Mnkelu der Zweige entspringt eben so,wie bey den Kokosbaumcn, eine Scheide, aus welcher,wenn sie sich öfnet, eine Vlnmcnkolbc von ungemeincrGroße hervorkommt. Diese Kolbc bestehet in einem di-cken Stengel, welcher mit Stielen besetzt ist, die über !drey Schuh lang sind, und an welchen die Früchte sitzen,welche ungefehr die Große und Figur einer Mispel haben ;denn in der Ferne erscheinen sie rund, wenn man sie abergenau betrachtet, so siehet man, daß ste vorncn ein wenigplatt, und auf der Seite etwas dreyeckig sind ; wie bey-gefügte Abbildung einer solchen etwas verkleinerten Frucht ;Tab. IV. fig. D. anzeiget. Mit dem Hintern Theilesttzen diese Früchte in einem kleine,, Kelche, der beynaheohne einigen Stiel an seinem Zweig befestiget ist. DieFarbe derselben ist blaugrün, die ganz reifen aber sind -draungelb. Dergleichen Fruchtbüschel, wie man hierin unserer Abbildung siehet, hangen zuweilen Vier oder afünf an einem einzigen Baum, und zwar alle an dem lGipfel desselben; und ein jeglicher derselben ist so schwer, ]daß ein Mann genug daran zu tragen hat. Jnnwendig \enthalten diese Früchte zwo oder drey kleine längliche ^Nüsse, welche auf der einen Seite rund und auf zwo 'andern platt sind, und unter einer schwarzen Schaaleein wcisses Mark haben. Sowol diese Nüsse , nachdemman sie zuvor wohl gcrciniget hat, als auch die halbrei-fen Früchte werde» Von den Chinescrn eingeinacht, undsind alsdenn sehr schmackhaft zu essen; die ganz reifenFrüchte aber haben ein saftiges Fleisch von einer sehrschädlichen, Eigenschaft. Dasselbe nämlich verursacht :allenthalben, wo es die Haut eines Menschen berührt,ein heftiges und schmerzhaftes Beisscn, und im Mund-,wenn man es kostet, eii, solches Brennen, daß die Lip-pen davon aufschwellen, und oft noch drey Tage darnach .sehr weh thun. Sogar, wenn man diese Früchte im ;Wasser faulen lässet, und dasselbe, nachdem man es um- !gerührt, jemanden über den Leib giesset, so erwecket es jeine Hitze und ein Brennen, das fast nicht zu löschen ist. j

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