9. Gatt. DieTannenpalme. Daw. 16z
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Hicvon habe» in vorigen Zeiten die Indianer bey Vcr- Tannen»thcidiguug ihrer Vcsiuugen Gebrauch gemacht; indem Palme,sie die Europäer mit dergleichen Wasser beschütteten,welche solches deswegen das höllische Wasser nannten.
Auf solche Weise scheint der Sagncrbanm mehrschädlich als nützlich zu seyn; doch ist es ein Glück, daß Blu-er nicht öfter als ein einzigsmal in seinem Leben die wen»brennenden Früchte, durch welche auch öfters die vor- kvlbiy»bcyflicßenden Bache und andere Wasser vergiftet werdenmästen, hervorbringt. Unter denselben entspringen, nachAumphs Erzählung, hernach die Blumenkolben oderMajangS, welche aus Büscheln von dicht beysammenHangenden Stielen bestehen, woran olivenförmige Knö-pfe sitzen, welche sich mit drey Blättlcin bfticu, und inn-wcndig viele dicke Faden habe», die mit einer Mengevon gelbem Staub oder Mehl bedeckt sind, welches aufden Boden herunter fallt, daß solcher davon ganz gelbwird. Diese Büschel, sagt Uumph/ hält man für dieeigentliche Blüthe des Baums, und wenn das gedachteMehl herunter fällt, so hält man die Blumcnkolbe fürreif und geschickt, den weiingten Saft daraus zu ziehen.
Je älter der Baum wird, desto niedriger wachst an sei-nem Siamin der Blnmeiibüschel hervor, bis er zuletztnur in einer Höhe von drey oder vier Schuh über derErde entspringet; und alsdenn halt man den Baum nichtmehr für tauglich, Wein von demselben zu bekommen.Mehrcntheils kommen also bey diesem Baum, wider dieGewohnheit anderer Gewächse, die männlichen Blüthenniedriger und später zum Vorschein, als die Früchte;
Loch geschiehet es auch zinvcilcn, daß sich die BLumcn-kolben oder MajangS eher zeigen, als die gedachtenFrnchtbüschel, welche Boa BatU genennet werden.
Die Eigenschaft Wein zu geben, ist fast das ein-jige, worinnen der Werth und Nutzen des Saguerbaums lungde-bestehet; in dieser nä-nlich folget er gleich nach dem Lon- Palm»tarbaum, welcher ebenfalls darinnen der nächste nach weins.
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