iü. Gatt. DieKeulpalme. Zamia. 173
sachliche Blatsiiele, und anstatt des Stamms war unten ,^'ul-am Gewächse ein Knollen, welcher einem Artischocken palmi»gliche, und aus welchem die Blatstiele herfürkamen; diemännliche Blnmenkolbe war der Blüthe des Kannenkrants> sehr ähnlich, und die weibliche sahe einerKolbe vom türkischen Korne gleiche
Herr Nclfler gibt in seinem Gärtnerlericon von der.Keulpalme, welche bey ihm der niedrige Palmbanm mitkenlformiger, viclsaamiger Frucht heißt, folgende Nach-richt: „Diese Palme, sagt er, hat Herr D. Houston„entdecket. Sie wächst ursprünglich auf dem Sande/
„ nahe beyAlt Vera Crur in Ainerica. Sie hat einen„dicken Stamm, irclcher selten über zween Schuh hoch„ wird. D»e Blätter stehen rings um den obern Theil„ des Stammes auf Stielen, welche andcrthalbe Schuh„ in der länge haben ; und sind gefiedert. Die Lappen„oder kleinen Blätter sind ungefehr fünf Zoll lang, und„ in der Mitte anderthalb Zoll breit, werde» aber gegen„beyde Ende zu spitzig; sie find steif, glatt und ganz/
„und haben an ihren Spitzen etliche kleine Zähnchen;
„ sie stehen wcchsclsweisc und haben eine blaßgrüne Far-„ be. Von diesen Lappe» stehen ungefehr vicrzchen biö„fmifzchcn längst an der Mittelribbe oder a» dem Sten-„gcl hin. Die Frucht kommt neben an der Seite des„ Stammes zum Vorschein, und zwar auf einem kurzen„dicken Stiel; sie stehet aufrecht und ist wie eine„^ciife gestaltet. Diese Frucht schließet viele Saainen„ in sich, welche nngcfchr die Größe großer Erbsen ha-„bcn, und in abgesonderten Fächer», rings um den„ durch die Mitte der Frucht lanfenden Stiel stehen, an„ welchem sie auch befestiget sind. Die männlichen Blü-„ then stehen nicht an denjenigen Pflanzen, an welchen„die Früchte wachsen. Denn alle diejenigen Pflanzen,„welche bikher in England geblühet haben, waren von„ männliihcin Geschlechte. Diese Pflanzen verlohren„ ihre Blatter jährlich, ehe noch die Früchte reif worden
„ sind.