n. Gatt. DieBrennpalme. Caryota. 179
alten Bäumen aber schwarz und hornartig, und bestehet Brenn«gleichsam aus lauter Fasern, zwischen denen weise Adern palme.von dein Marke laufen, die aber bey mehrerem Alter fastgänzlich Verschulden. Man erwählet also zum FallenBaume von einem mittelmäßigen Alter, m welchen dasHolz noch kaum zween Finger dick ist. Es lasset sich,wie das Tannenholz, leichtlich der lange nach zerspalten,wobey aber auch gerne, eben so wie bey diesem, Split-ter abspringen, wodurch man, wenn inan nicht Wohl achtgicbet, leichtlich verwundet werden kaun. Man machtaiis deinselbcn Latten und Sparren, zu den Wanden undDächer» der Häuser; es muß aber von dem schwammi-gen Mark vorher wohl gcrciniget werden. Auch kannman bequeme Hefte oder Stiele zu Lanzen und Wurf-spicsscn, wie auch Pfeiler und allerley Stöcke darausverfertigen.
Herr Johann Burmann führet in seinem The-säur. Zeylan. p. 186. einen Palmbaum an, welcherVon ihm die indianische Wein - und Zucker-gebende Pal-me, mit brennenden Früchten und Blattern, die demFrauenhaar ähnlich sind, Palma inclica vinifera,fru&ibus urentibus, foho adianthi, saccha-ruvn pi'cebens, genennet wird. Diesen rechnete Lill-MUs cheinaleii in seiner Flor. Zeyl. auch zu der bis-hcrbcschriebencn Brcnnpalme, nachher aber hat er ihn inden Spec. plant, weggelassen, und zwar mit Rechte,
Denn man finde: weder in s);UMvh6 amboinischem Kräu-terbuch, noch bey!» Izhedü in seinem malabarischen Gar-ten einige Nachricht, baß man einen Wein oder Zuckeraus der Brcnnpalme bereiten könne. Die angeführtePalme des Herrn t5>M'McMN§ scheint also vielmehr deroben unter der Gattung Flute beschriebene Sagucrbaumzu seyn; mit besten Eigenschaften die ihr beygelegte Be-nennung wohl übereinkoinint. Es ist auch noch zu be-merken, daß die Blatter oder große Schuppen, die sichan der Entstehung der Scitcnzwcige von den Blatsticlcnbey der Brcnnpalme in der Rumphischm Abbildung
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