Von den Bäumen überhaupt. 191
Lere hingegen, wie die Qnittcnbaume und Haßclnuß- Fwotestanden stehen gerne an den Wassern; andere wachsen Classe,sogar im Wasser selber, wie in unsern Landern die Er- Dielen> und Wcidenbäume, und in andern Weltiheilen die Baume»Manglcsbäume, welche daselbst die Ufer der Flüsse, undselbst den Strand des Meeres dergestalt besetzen, daßman ihnen deßwegen auf einigen holländischen Colonienden Namen Zee-kants Hout, Mcerufcrholz, beyleget.
Auch hat man ungeachtet des morastigen und lcimichtenBodens au den Flüssen i» Surinam Baume gefunden,deren Klamme bey drey Klafter dick waren, und derenHöhe auf zwcyhuiidcrl und sechzig Schuh gcschätzct wurde.
Herr Roux in seinem Iftaite des Arbres ä Oeu-vres x, Paris 1750. hat die Baume folgcndcrmaffen in §Mthej«sieben Classen eingetheilet, nämlich >) Baume, deren lung.Früchte eine Schaalc oder Hülse haben, als: Elchen,
Buche,1, Haselnuß > Wallnust - Castanicn > und Roßca-stanieiibäuine. 2) Baume, welche saftige Früchte trage»mit Kernen, als: Aepfcl- Bicn- und Maulbeecbaume.z) Baume, welche saftige Früchte tragen mit Steinen,als: Kirschen-Cornel-Pflaumen-Zwetschgen, Oitven-und Mlspeibaumc. u) Bäume, deren Früchte nicht eß-bar sind, als: Ulmen - Eichen- Hagbuchen- Linden-Ta-ms Aber» - Acacien und Buxbaume. s) Baume,die ein harzichtes Hol, haben, als: Fichten - Tanncn-und Cyprcssenbäumc. 0) Bäume, die das Wasser odereine» feuchten Boden liebe», als: Linden-Birken-Aspcn-undPappclbaume. Baume, welche im Wasser seibste»wachsen, als Erlen - und Weidenbäume. Man siehe, leicht,daß diese Einthcilung, in so ferne sie zu einer deutlichen Un-terscheidung der Gattungen dienen soll, ganz unrichtig undunbestimmt und nur in der Absicht auf die Beschreibung desvkonomischen Nutzens der Baume eingerichtet ist. Eineandere Eintbellung derselben, ebenfalls in siebe» Classen,aber nach andern,Kennzeichen bat Herr duHamel gemacht,welcher dielen besondern Theil der Pflanzengeschichtemit vorzüglichen Fleiß bearbeitet und sich dadurch un-
gemeine