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1 (1777) Von den Palmbäumen und andern Bäumen / Carl von Linné
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190
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Classe.

Die

Baume.

192 Von den Bäumen überhaupt.

teil Eichbauins ungefehr sechsmal hunderttausend Pfundausmachen kann, und dabey erwäget, daß diese ganzeschwere Masse ihren Ursprung aus einer kleinen Eichelhat, deren ganzes Gewicht sich etwa auf eine halbeDrachme belauft, so wird man durch ein solches Wachs-thum , und über der Betrachtung der großen und wun-derbaren Kräfte, welche von dem Schöpfer in dieseKörper gclcgct worden, billig in Erstaunen gcsctzet.

Die Baume kommen von freyen Stücken auf demganzen Erdboden fort, und jegliche Gattung, wo dasClima z» ihrem Wachsthum tauglich und bequem ist.Man hat die meisten Gegenden in Indien, ehe sie inchcbevölkert und gcbauet worden, mit hochstämmigen Bau,mcn gänzlich bewachsen angetroffen. Die Waldbaumelieben insonderheit den abschüßigcn Theil der Gebirgeund die dazwischenliegende fruchtbare Thaler, wie mansolches an dem Andes in Peru, Chili und den angran-zende» Landern, wie auch an den schweitzerischcn Alpen,deren Gipfel meistens mit Eiß und Schnee bedecketsind', wahrnehmen kann. Bey Bergen von einer mittel-mäßigen Höhe. besetzen sie auch zuweilen den Gipfel der-selben ; gemeiniglich aber bleiben sie daselbst niedrigerund kleiner, als sie an dem Fuß der Berge oder in denThalern sind. Die Fruchtbaume erfordern einen fettenBoden und wollen vor kalten Winde» und vor Stür-men beschützet seyn; von gleicher Art sind auch noch an-dere Baume, die meistens der Zierde halber gezogenwerden , wie zum Beyspiel die Linden. Ueber dieses istin Ansehung des Erdreichs oder Bodens , welcher dieseroder jener Gattung von Bäumen vorzüglich zukommt,ein merklicher Unterschied; einige nämlich gerathen bes-ser in einem sandichtcn, andere in einem stcinichtcn,und wieder andere in einem leimichten Boden. DieWurzeln einiger Bäume sind so zärtlich, daß sie beyüberflüßigcr Feuchtigkeit gerne faulen, welches bey denPomcranzcnbaumen und andern zn geschehen pfleget; an-dere